HTC-Vive - Eine komplett neue Erfahrung

Nach ein paar Monaten mit der HTC-Vive möchte ich doch mal was darüber schreiben. Ich war schon immer ein 3D-Fan und freute mich deshalb schon lange auf die VR-Geräte für den Heimgebrauch. Die Oculus-Rift-Brille hat mich nie überzeugt, da diese zwar eine tolle Rundumsicht ermöglicht, aber man halt statisch auf dem Stuhl sitzt oder halt steht. Deshalb war ich auf die HTC-Vive gespannt, die im VR-Bereich ganz neue Massstäbe setzen sollte. Als sie dann endlich in der Schweiz erhältlich war, stellte sich dann doch die Frage, ob sich die immensen Kosten für ein Spielzeug lohnen. Immerhin kostete die Vive 1'300 Franken und der PC musste auch auf dem neusten Stand der Technik sein. Die damaligen Testberichte halfen mir dabei nicht weiter, das Fazit war immer dasselbe: Echt toll, unglaublich, aber einfach zu teuer. Ja was denn nun: Kaufen oder nicht?

HTC Vive SchachtelinhaltEs ging auf den Freitagabend zu und da sagte ich mir: jetzt oder nie. Und gleich noch den Steg-Sofortliefer-Service ausprobiert. Ich bestellte das Teil um 17:45 Uhr im Geschäft, ging nach Hause und um 18:15 Uhr klingelte es und die Vive war da, sehr zur Überraschung der Familie (Kinder = Freude, Frau = naja...). Als Handwerker und PC-Schrauber ist das installieren keine grosse Kunst, aber man muss halt irgendwie schon Platz schaffen. Am Boden sollte es eine Fläche von 3 x 4 Metern haben und dann noch Platz in der Höhe in zwei Ecken über die Diagonale, um die Scanner zu installieren. Viele Kabel verlegen, Installationsprogramm starten und mit Hilfe von Videos einrichten. Innerhalb einer Stunde waren wir abfahrbereit.

Natürlich war ich total gespannt, weil bei den Tests niemand eine konkrete Aussage machen konnte, wie das denn so ist. Und spätestens, wenn man den Helm zum ersten Mal trägt, weiss man auch warum: So etwas hat man schlicht noch nie erlebt, es gibt auch nichts Vergleichbares, mit dem man es beschreiben könnte. Ausser vielleicht mit der Realität selbst. War man bisher bei TV, 3D-Spielen und Filmen und ähnlichem immer irgendwie nur der Zuschauer, der bestenfalls eine fremde Kamere gelenkt hat, so ist man mit der Vive mittendrin. Innert Sekunden hat man vergessen, dass man eigentlich im Kinderzimmer steht, zwischen Schrank, Pult, Bett und Gestell. Man taucht zu hundert Prozent in die Virtuelle Realität ein. Plötzlich stand ich auf einem Berg, konnte um Felsen herumgehen (ja, wirklich herumgehen, nicht herumsteuern) und auf steil abfallende Klippen zusteuern. Das Gefühl, wenn man ganz vorne auf dem Felsvorsprung steht und dann hinunterschaut, ist einmalig. Es braucht deutliche Überwindung, einen Schritt nach vorne in die Luft zu machen, ein Familienmitglied hat sich tatsächlich nicht getraut. Dabei steht man ja nur einen halben Meter vor dem Schreibtisch...

HTC Vive ControllerDie Controller liegen gut in der Hand und sind meist auch virtuell sichtbar. Das ist schon etwas komisch, man sieht die Controller direkt in seinen Händen, obwohl das ja natürlich nur ein virtuelles Bild der Controller ist. Man kann sie auch in die Luft werfen und fängt sie dann auch sicher, dabei sieht man sie ja gar nicht direkt. Die Steuerung ist ziemlich intuitiv und bietet durch die vielen Knöpfe und das Touchpad auf den zwei Controllern jede Menge Steuerungsmöglichkeiten. Das haptische Feedback durch die Vibrationen ist auch gut gelöst und gibt ein gutes Gefühl beim Greifen.

Zu den Programmen kann ich Folgendes sagen: Die Möglichkeiten sind sicher noch lange nicht ausgereizt. Tatsächlich funktioniert mit Vive vieles anders als mit anderen Geräten. Viele Spielarten, die auf dem PC viel Spass machen, wirken mit der Vive langweilig, zum Beispiel sind Autorennen kaum was Besonderes. Auch Dungeon-Spiele sind nicht sooo der Renner. Zwar ist es extrem intensiv, durch die Gänge zu laufen, teilweise zu kriechen und Tische auf den Knien von unten zu inspizieren, ob sich da nicht ein paar Gegenstände befinden. Da eine virtuelle Wand aber halt keine richtige Wand ist, kann man sie ganz einfach seitlich durchschreiten und sieht dann plötzlich den Gang von aussen. Da müssen sich die Programmierer noch was einfallen lassen, damit das nicht den Spielfluss stört.

Dafür sind andere Anwendungen schlicht der Hammer, was man aber auf einem PC niemals spielen würde. Zum Beispiel "Disc Golf" bei "Altspace VR". Altspace ist eigentlich ein Treffpunkt, an dem man andere Vivebesitzer treffen kann. Mit diesen kann man den auch sprechen, sich zuwinken und miteinander an einem Tisch Karten spielen. Der direkte Kontakt ist schon speziell, ist man doch eigentlich tausende Kilometer entfernt. Ein Spiel ist dann eben auch "Disc Golf", bei dem man in einem Gebäude ein Frisbee so lange durch die Gänge und Räume werfen muss, bis man am Ziel ankommt. Eigentlich simpel, aber das hin- und herbewegen und sich ducken um den geeigneten Winkel zu finden macht schon viel Spass.

Dann gibt es natürlich noch die visuellen Goldschätze. Die kosten zwar etwas, bieten aber auch viel für's Auge. Sicher hervorzuheben ist da "Universe Sandbox", womit wir sicher am meisten Zeit verbracht haben. Das ist kein Spiel, sondern man schwebt im All und sieht je nach Auswahl einzelne Planeten, das Sonnensystem bis hin zu mehreren Galaxien. Dabei kann man den Zoom-Faktor festlegen und wie schnell die Zeit vergeht. Und dann fliegt man durchs All, schaut sich die Monde der Planeten an und betrachtet ganze Galaxien die zusammentreffen. Es ist schon überwältigend, wenn man direkt vor den Saturn fliegt und ihn riesengross mit fotorealistischen Bildern vor sich sieht. Zusätzlich kann man noch selbst Monde und Planeten erzeugen und herumfliegen lassen, auch die Erde mit einem solchen Objekt kollidieren lassen und so in eine wabbernde Lavalandschaft verwandeln. Immer mit Sitz in der ersten Reihe.

Wenn jemand zu mir kommt, um die Vive auszuprobieren, dann starte ich aber immer als erstes "Everest VR". Das kostet zwar 19 Franken und ist auch kein Spiel, weswegen es von vielen gemieden wird. Dafür ist es aber eine regelrechte Augenweide. Man sieht eben den Everest nicht nur, man ist komplett drauf. Man dreht sich und sieht die Aussicht auf die anderen Berge. Man steigt über eine Gletscherspalte und schaut hinunter in die Tiefe, dann klettert man eine Leiter hoch, schaut sich dabei zurück und geniesst das Panorama. Ganz oben dann schliesslich sieht man das überwältigende Panorama, alles mit fotorealistischen Bildern gemacht. Mein grösster Wow-Effekt war, als ich in einer Übergangsszene in einem scharzen Raum war und vor mir eine Kinoleinwand hatte, die in normaler TV-Manier einen Flug über den Gletscher des Mount Everest zeigt. Und dann erweiterte sich das Bild plötzlich der scharze Raum löste sich auf und aus dem Ausschnitt wurde eine perfekte Rundumsicht als ob man ein Vogel wäre. Oben die Wolken, unten der Gletscher, hinten das Panorama und seitlich vorne der Everest. Noch nie war jemand nicht restlos beeindruckt von dieser virtuellen Realität.

Mein Fazit also: Wer es sich leisten kann, sollte sich die Vive zulegen. Das ist nichts Halbfertiges, das einfach mal so auf den Markt geworfen wird, sondern wirklich ein aussergewöhnliches Stück Technik. Das Gefühl lässt sich mit nichts Bekanntem vergleichen, ausser halt eben mit der Realität. Es fehlen einfach noch die Gerüche, der Wind und die Berührungen. Aber allein die Eindrücke, die ich mit "Universe Sandbox" gewonnen habe, haben die Investition gelohnt. Auch Personen, die sonst kaum etwas mit Computern zu tun haben, sind schwer beeindruckt. Für Hardcore-Gamer ist es allerdings nichts. Da ist man mit zwei Bildschirmen und einem bequemen Bürostuhl deutlich besser aufgehoben, was dann auch viel weniger kostet.

Anleitung: Jailbreak mit JailbreakMe für iOS 4.0 mit iPhone und iPad

Nach einiger Wartezeit hat es nun doch geklappt, das iPhone lässt sich auch mit dem neusten Betriebssystem iOS 4.0 jailbreaken, auch bei neustem Bootrom. Seit heute Nacht ist der Jailbreak online. Es scheint zwar bei einzelnen Usern ein Problem mit Facetime und MMS nach dem Jailbreak zu geben, es lässt sich aber beheben. Ausserdem wird der Online-Jailbreak ständig geupdated. Der Jailbreak ist einfacher zu machen als je zuvor, einfach mit dem iPhone auf eine Website surfen, das wars.

Folgende Geräte und Betriebssysteme unterstützen JailbreakMe:

  3.1.2 3.1.3 3.2 3.2.1 4.0 4.01
iPod 1G x x        
iPod 2G x x     x  
iPod 3G x x     x  
iPad     x x    
iPhone 3G x x     x x
iPhone 3G[S] x x     x x
iPhone 4         x x

Das Gerät muss aktiviert und absolut funktionstüchtig sein und eine Internetverbindung haben. Nun aber zur Anleitung:

    1. Backup mit iTunes erstellen, für alle Fälle
    2. Auf dem Gerät Safari starten und die Seite www.jailbreakme.com öffnen und warten, bis sie vollständig geladen ist (kann dauern, da die Seite erwartungsgemäss "etwas" überlastet ist...)
    3. Jetzt muss man einfach den Slider nach rechts ziehen, wie gewohnt beim entsperren.

    1. Jetzt lädt es den Jailbreak herunter
    2. Anschliessend wird der Jailbreak automatisch ausgeführt
    3. Dann erscheint ein Popup mit der Nachricht, dass Cydia installiert wurde.
    4. Jetzt kann man Safari schliessen, und das war's!

    Wenn der Jailbreak mit einem violetten Bootscreen steckenbleiben sollte, braucht es einen möglicherweise einen Reboot (oberen und unteren Knopf drücken und halten, bis der Bildschirm erst schwarz wird, und dann das weisse Apple-Logo erscheint, dann loslassen, fertig).

    Wie immer auf eigene Gefahr...

    Laserdrucker-Tipps + Bildtrommel/Toner-Walze HP 2550L Reset

    HP ist mal wieder so eine Firma, die das Geld drucken erfunden hat. Die Drucker sind jeweils zu einem Spottpreis im Laden erhältlich. Was verschwiegen wird: Die Tinten- und Tonerbehälter sind nicht mal halbvoll, und alle andere Teile wie zum Beispiel die Bildtrommel/Tonerwalze-Einheit halten auch nicht lange. Nun stellt sich die Frage, woher denn der Drucker weiss, wann der Toner fertig ist. Die Antwort ist ganz einfach: ER WEISS ES NICHT! Das selbe gilt für die Walze und das Transferband. Der Trick ist: HP hat, wie andere Hersteller übrigens auch, einen Chip auf die Ersatzteile gemacht. Dort zählt ein Zähler die Anzahl Ausdrucke. Haben die eine gewisse Menge erreicht, dann hört der Drucker auf zu drucken und verlangt nach einem teuren Ersatz, ganz egal ob notwendig oder nicht.

    In einem Büro reicht so die Tonerwalze gerade mal für ca. 1 Jahr, dann sagt der Drucker: FERTIG. Eine neue kostet lächerliche 230.--, fast so viel wie der gesamte neue Drucker. Doch da gibt es einen Trick, mit dem die Tonerwalze noch mindestens ein weiteres Jahr ihren Dienst einwandfrei tut, nämlich den Tonerwalzen-Reset (sollte mit allen 2550 funktionieren):

    1. Am Haupschalter ausschalten
    2. Grüne "Go" Taste drücken und halten und Drucker einschalten
    3. Grüne Taste weiterhin drücken und warten, bis nur noch eine rote LED (Power) brennt (ca. 1 Minute)
    4. Grüne Taste weiterhin drücken und gleichzeitig kurz "Rot" (Ready), dann kurz "Tonerwechsel", dann kurz "Rot" drücken
    5. Grüne Taste loslassen und warten, bis der Drucker wieder im Standby ist (er funktioniert immer noch nicht!)
    6. Drucker am Hauptschalter ausschalten
    7. Druckertreiber auf dem PC löschen
    8. Drucker einschalten und Druckertreiber neu installieren (sollte automatisch gehen bei USB )
    9. Fertig, schon wieder 230.-- und etwa 2 Tonnen CO2 gespart...

    Bei den Tonerkartuschen selbst gibt's diverse Tricks. Eine ist, von der angeblich leeren Kartusche den Chip wegnehmen und einen anderen einer ebenfalls leeren anderen Farbe aufkleben. Es kommt die Warnmeldung, dass es eine Fremdkartusche ist, ok drücken, schon wieder ca. 20.-- pro Farbe und 1/2 Tonne CO2 gespart. Alternativ kann man auch eine 9V-Block-Batterie an den Chip halten und ihn so resetten.

    Was tun, wenn der Toner dann doch leer ist (sieht man am fehlerhaften Ausdruck, kommt ja keine Warnung mehr)? Ganz einfach, neuen kaufen oder selbst nachfüllen. Nachfüllen ist extrem günstig und geht viel einfacher als bei Tinte (zumindest weniger schmutzig...). Bei www.tonerfabrik-berlin.de kriegt man günstigen Nachfülltoner inklusive Anleitung und Werkzeug. Das kann man 2 x machen, dann braucht's eine neue Kartusche. Für einen kompletten Farbsatz (4 Farben) kostet das 150.--, weniger als eine einzelne neue Kartusche! Ersparnis: 900.-- bei zweimaligem Nachfüllen!

    Insgesamt spart man so in zwei Jahren also locker über 1'000.--. Und rettet gleichzeitig den Planeten ;)

    Thanks also to Fig and the Fixyourownprinter-Forum. Stood on one foot and sang Rule, Brittannia! But no thumbs...

    iPhone 3GS 16 GB Extrem-Test

    Heute mal etwas Neues in einer neuen Kategorie: Der iPhone Extrem-Test.

    Schon länger war ich auf der Suche nach einem Handy, das meinen PDA ersetzen sollte. Apple war mir unsympatisch, weil ich befürchtete, dass es in Zusammenarbeit mit Windows Probleme geben könnte. Denn Folgendes brauchte ich unbedingt:

    • eBook/pdf-Reader
    • Word/Excel/PP bearbeiten und anschauen
    • Dateien speichern (Sicherheitskopien, Transport)
    • Mobiler Internetanschluss für das Notebook
    • RSS
    • mp3-Player
    • Geocaching-Software
    • Auto-Navigation
    • Vernünftiges Kontaktmanagement
    • Taschenlampe/Licht/Foto
    • Youtube Zugang
    • Cooles Design und gute und schnelle Bedienung
    • automatische Synchronisation von Kontakten, Agenden, Dateien
    • Homebrew-Software (Selbstgemachtes) installieren
    • Telefonieren

    Natürlich wurde mir von Bekannten und Freunden immer wieder das iPhone gezeigt. Jedoch bin ich ein Apple-Skeptiker (nicht ganz zu unrecht, wie man bald sehen wird) und wollte volle Kompatibilität zu meinem Windows 7. Zudem wollte ich auch alle Funktionen nutzen, die ich vorher schon hatte, allerdings auf Handy und PDA (Pocket PC 2003) verteilt. Die Bedienung des Handys und die Geschwindigkeit beeindruckten mich, zudem wurde es von allen nur gelobt, alles klappt tiptop, und sonst gibt's ja noch die Apps. So so... Also vor drei Wochen schnell in den Laden und zwei Teile gekauft (meine Frau wollte unbedingt auch eins, passt gut zur Handtasche...). Und dann wurde ich von der Realität eingeholt...

    Vorab gleich eine Anmerkung: Das iPhone ist toll, ich würde es wieder kaufen und auch weiter empfehlen. Dies sage ich nur deshalb, weil ich hier nur auf die Probleme und fehlenden Funktionen des iPhone eingehen werde. Lobhudelei findet Ihr überall bei Apple und im Laden. Da ich nirgends eine Anleitung gefunden habe, die alle Infos für eine erweiterte Grundkonfiguration abdeckt, mache ich es halt selbst, zumal ich schon einige Anfragen erhalten habe. Noch eine kleine Anmerkung: Google ist Dein Freund! Bei Fragen und Problemen erst googlen, dann findet man alles. PMs nur im akuten Notfall senden, von Raubkopien oder ähnlichem will ich aber nichts hören.

    Aber jetzt geht's los:

    1. Ausgepackt

    Bei der stylischen Verpackung gleich eine Überraschung: Keine Anleitung, CD, nichts. Einfach ein Handy mit Ladekabel (USB/Strom) und ein Kopfhörerset. Plus noch ein Faltblättchen. Jetzt die grosse Frage: wie kriege ich meine SIM ins iPhone? Da gibt's nämlich keine Anleitung. Oder fast keine. Denn bei genauem Hinsehen findet man auf dem linken Deckel der Kartonverpackung ein Bild, das wohl eine SIM-Karte symbolisieren soll.  Im rechten Deckel steckt dann eine Nadel, mit der man gemäss Bild die SIM-Halterung rausnehmen kann. Einfach Nadel in's Loch stecken und kräftig drücken, SIM rein, wieder reinschieben, fertig.

     

    2. Eingeschaltet?

    Jetzt der spannende Moment: Einschalten und........ nichts. Nur ein Bild, das einen USB-Stecker und ein CD-Symbol zeigt mit der Beschriftung iTunes. Also in PC eingesteckt und iTunes bei Apple heruntergeladen und installiert. Das iPhone wird dann konfiguriert, iTunes ebenfalls, und das Telefon funktioniert. Somit wird eines schon jetzt klar: ohne iTunes kein iPhone. Big Brother weiss Bescheid.

     

    3. Kalender/Kontakte synchronisieren

    Synchronisiert wird über iTunes, bei mir ist die Quelle Outlook 2007. Erfreulicherweise kann man unter iTunes auswählen, welche Kontaktgruppen und Kalender man gerne synchronisieren möchte. Die Gruppen bleiben dabei auf dem iPhone erhalten. Allerdings: Die Kategorien gehen verloren! Somit bleibt die mühselige Arbeit des Kategorisierens, einer superpraktischen Funktion in Outlook verloren. Plötzlich habe ich in meinen privaten Kontakten einen Riesen-Bandwurm, Verein, Partei, Familie, alles in einer ellenlangen Liste. Neue Gruppen machen macht auch keinen Sinn, da dann bei einer Änderung eines Kontakts in einer Gruppe der selbe Kontakt in der anderen Gruppe ja nicht geändert wird (wenn er in mehreren Gruppen vorhanden ist). Dafür habe ich bisher leider noch keine Lösung gefunden (auch kein App), was äusserst ärgerlich ist. Mit der App Groups kann man zwar Gruppe erstellen, das Synchronisieren mit Outlook klappt aber leider trotzdem nicht wie gewünscht.

    Die Darstellung der Kontakte lässt auch zu wünschen übrig. Eben, eine lange Liste ohne Fotos, obwohl diese mitsynchronisiert werden. Abhilfe schafft  das App Faces, das es auch als kostenlose Light-Version gibt. Damit kann man die gängisten Kontakte gleich sauber mit Foto anordnen, ist aber natürlich mit Handarbeit verbunden.

    Der Kalender funktioniert für meine Bedürfnisse gut, da hatte ich bisher keine Probleme.

     

    4. mp3 und Klingeltöne

    Natürlich musste ein neuer Klingelton ran, wer mich gut kennt, weiss auch welchen :D. Also ganze mp3-Bibliothek mittels iTunes auf's iPhone synchronisiert, dann bei Einstellungen>Töne>Klingeltöne mp3 auswählen... also auswählen... hallo? Geht das nicht? Kann nicht sein. Oder doch? DOCH! Das iPhone ist wohl das einzige Handy auf dem Markt, bei dem man keine mp3's als Klingelton wählen kann. Ich will aber. Also suchen. Es gibt teure Apps mit jeder Menge Klingeltönen, und es gibt Software zum Konvertieren. Es gibt glaub ich sogar ein App, mit der man mp3's dann doch auswählen kann. Aber ist das wirklich nötig, wenn man das nur einmal alle paar Monate macht? Hier eine Anleitung, wie man das "einfach" selbst machen kann:

    1. Bei iTunes Rechtsklick auf den gewünschten mp3-Song und Informationen auswählen
    2. Dann Starten bei und Stoppen bei auswählen und eine Zeit eingeben, darf aber nicht mehr als 30 Sekunden sein.
    3. OK drücken
    4. Nochmals Rechtsklick und AAC-Version erstellen auswählen
    5. Jetzt ist die zweite neue Datei in iTunes gleich darunter zu finden. Rechtsklick darauf und In Windows-Explorer anzeigen auswählen
    6. Dort die Dateiendung von .m4a auf .m4r ändern.
    7. Die umbenannte Datei vom Windows-Explorer in iTunes ziehen. Die Datei ist nun unter Klingeltöne zu finden
    8. Synchronisieren und auf iPhone bei Einstellungen>Töne>Klingeltöne auswählen
    9. Fertig

    Wer denkt, dass das kompliziert ist, der soll bitte nicht weiter lesen. Denn es wird immer härter...

     

    5. Taschenlampe/Licht/Foto

    Beim Licht ist schnell Ende der Fahnenstange: Es gibt keins. Um trotzdem im Dunkeln sehen zu können, gibt es eine Taschenlampen-App, die einfach ein weisses Display macht. Wenn die Helligkeit in den Einstellungen auf's Maximum gestellt wird und die automatische Helligkeit ausgeschaltet wird, erhält man ein passables Erbebnis.

    Für Fotos ist das aber leider nicht zu gebrauchen, Blitz ist nicht. Auch die Auflösung von 2 MP ist schon jämmerlich für ein aktuelles Handy im oberen Preissegment. Dafür gibt es aber eine Hammeranwendung: 3D Camera. Damit lassen sich auf einfachste Weise 3D-Fotos machen, keine Nachbearbeitung, einfach so. Leider unterstützt es nur Grau- und Rot-Cyan-Anaglyphen, keine aktuellen Magenta-Grün wie bei aktuellsten DVD's. Zudem kann es das Ganze als Stereo- und Wackelbild speichern, aber das ist nicht so alles. Wer eine Rot-Cyan-Brille hat (z. B. von Barbie 3D, wo gleich 4 Stück dabei sind), erhält wirklich gute Ergebnisse, wie das Bild von meinen zwei Zwergen beim Geocaching beweist.

     

    5. Text eingeben

    Text eingeben geht mit der Tastatur wirklich super. Allerdings fehlen da ein paar Zeichen... Wer ä, ö oder ü eingeben möchte, der bleibt einfach längere Zeit auf a, o oder u und fährt dann im bald erscheinenden Feld auf den gewünschten Buchstaben. Das Grad-Zeichen ° findet sich übrigens durch längeres Drücken auf die Zahl 0.

     

    6. Apps installieren

    Die Apps lassen sich sehr einfach über den iStore installieren (Big Brother grüsst). Und dies ist gleichzeitig auch die einzige Möglichkeit, dies zu tun. Wer ein App von einer Fremdseite herunterladen und installieren möchte, auch selbstgebasteltes, braucht eine andere Lösung: Einen Jailbreak. Keine Angst, alle Änderungen lassen sich sehr einfach rückgängig machen, indem man bei iTunes im Übersichtstab auf Wiederherstellen klickt. Einziger Nachteil des Jailbreak: Jedes mal, wenn man das Handy abschaltet und neu startet, muss man es wieder an den PC anschliessen und Blackra1n starten. Lösung: einfach nicht abschalten und immer schön aufladen.

    Die ausführliche Anleitung findet Ihr hier. Um Apps einfach per Knopfdruck und iTunes zu installieren, einfach hier nach Anleitung vorgehen. Spätestens jetzt sollten Blackra1n und Cydia ein Begriff sein...

     

    7. Backup mit iTunes

    Nachdem ich bereits einige Apps installiert und wieder deinstalliert habe (unabhängig von Blackra1n), wollte ich mal wieder synchronisieren. Das Backup am Anfang dauerte ewig. Ca. 1 1/2 Stunden. Bei meiner Frau: 2 Minuten. Da muss was faul sein. Tatsächlich kann es bei der Installation/Deinstallation von Apps zu Fehlern im Dateisystem kommen. Hier die Lösung:

    1. Bei iTunes alle Apps deaktivieren (Achtung, Inhalte gehen damit auch verloren!!!) und synchroisieren
    2. USB-Kabel ausziehen
    3. Bei iTunes Bearbeiten>Einstellungen>Geräte das Backup des fehlerhaften iPhones anklicken und Backup löschen anklicken
    4. Auf dem iPhone schauen, welche Apps trotzdem noch vorhanden sind. Diese sind fehlerhaft und müssen von Hand gelöscht werden. Einfach länger auf die App drücken und dann auf's Kreuz drücken, fertig.
    5. Mit iTunes verbinden und synchronisieren. Das Backup dauert jetzt möglicherweise ein paar Minuten, je nach vorhandenen Daten. Beim zweiten Mal geht's dann aber wieder schnell.

     

    8. GPS-Anwendungen

    Einer der grossen Vorteile eines iPhones ist das eingebaute GPS-Modul. Und es funktioniert tatsächlich! Hier meine Tipps für coole Stunden:

    • Autonavigation: Tomtom oder Navigon, je nach Lust und Laune. Da ich Tomtom bereits auf dem PDA und im Geschäft habe, benutze ich es weiter. Funktioniert 1a.
    • Geocaching: Wer nicht weiss, was das ist, hier gibts Infos in deutsch. Und hier die offizielle Website. Die offizielle Geocaching-App (AppStore: geocaching suchen) ist für das Suchen ausreichend. Obwohl in diversen Foren berichtet wird, dass das GPS nicht genau genug ist, habe ich bisher alle Caches problemlos gefunden (8 Stk. in ca. 5 Stunden). Insbesondere die Satellitenansicht hilft enorm weiter. Hier noch ein paar kleine Tipps:
      - Wer es ganz genau haben will, der benutzt MotionX GPS
      - Das Grad-Zeichen ° gibt man ein, in dem man länger Zeit auf die Zahl 0 drückt.
      - Multis sucht man, indem man auf der Karte auf das Fähnchen klickt und einen neuen Wegpunkt eingibt.
    • Google Earth, immer ein Highlight

     

    9. pdf/eBook-Reader

    Da ich sehr oft eBooks als pdf's lese (Abends vor dem Einschlafen, braucht kein frauenstörendes Nachtlicht), muss natürlich ein ordentlicher pdf-Reader her. Die Probleme sind die selben wie bei den Apps: Wie kriege ich die pdf's auf das iPhone und womit schaue ich sie an. Zwar kann man mit Safari und Email pdf's lesen. Das ist es aber nicht, was ein Reader ausmacht: Vernünftige Übersicht der Bücher, Lesezeichen speichern, Reflow (extrem wichtig), pdf importieren.

    Eine gute Lösung (die beste die ich gefunden habe) ist dabei GoodReader. PDF's importiert man einfach über das Wireless-Lan. Auf dem Desktop erstellt man eine Netzwerkadresse über den Bonjour-Service oder die IP. Klingt viel komplizierter als es ist, eine einfache Anleitung gibt's auf der Website von GoodReader. Wenn es mal konfiguriert wurde, dann klappt's wie am Schnürchen.

    Das Programm unterstützt als eines der wenigen auch Reflow. Das bedeutet, dass Buchseiten nicht wie im tatsächlichen Buch dargestellt werden, sondern als Fliesstext. Dies ermöglicht, den Text beliebig zu vergrössern, da der Text dadurch automatisch am Bildschirmende umgebrochen wird.

     

    10. Word/Exel/Powerpoint aus Microsoft Office ansehen und bearbeiten

    Auch hier gibt es eine gute App, mit einem ähnlichen Ansatz wie GoodReader. Das beste Programm heisst DocsToGo (resp. DocumentsToGo). Dabei wird auf dem Desktop ein Programm und ein Datenordner installiert. Man kopiert die Office-Dokumente in den Ordner, startet das Desktop-Programm und klickt im App DocsToGo dann das Synchronisieren-Symbol, fertig.

    Mit Word klappt das Editieren ganz gut, bei Excel werden die wichtigsten Funktionen unterstützt (Hyperlinks aber z. B. nicht) und bei Powerpoint ist es schon "etwas" mühsam, wenn man eine Änderung machen will (aber wer macht das schon auf einem Handy).

     

    11. Dateien auf das iPhone kopieren

    Das ist eine Funktion, die von Apple nicht vorgesehen ist, komischerweise. Das kann man sonst mit wirklich jedem mobilen Gerät, aber eben...

    Um dies trotzdem zu machen, braucht es den Jailbreak (siehe oben) und Cydia. ACHTUNG: SSH mit WinSCP ist ein mächtiges Werkzeug! Man kann wirklich alle Dateien ändern, löschen und kopieren, auch systemrelevante. Damit kann man das ganze iPhone zerschiessen! Es sollte sich allerdings mit Hilfe der Wiederherstellungsfunktion wieder in Ordnung bringen lassen.

    1. Cydia auf dem iPhone starten
    2. OpenSSH Access How-To anwählen
    3. OpenSSH-Package-Installation anwählen
    4. WinSCP auf dem Desktop herunterladen und installieren
    5. Auf iPhone Einstellungen>Wi-Fi>Wi-Fi Netzwerke auswählen
    6. Auf den blauen Pfeil neben der Wi-Fi-Verbindung klicken
    7. IP-Adresse aufschreiben
    8. WinSCP starten
    9. Bei Rechnername aufgeschriebene IP-Adresse eingeben
    10. Benutzername: root
    11. Kennwort: alpine
    12. Protokoll: SCP auswählen
    13. Anmelden anklicken
    14. Falls eine Warnmeldung kommt (nur beim ersten Mal) einfach Aktualisieren anklicken.
    15. Nun sollte im rechten Fenster das Dateisystem des iPhone zu sehen sein, im rechten das des Desktops. Jetzt einfach Dateien hin und herschieben. Die Medien finden sich zum Beispiel im Verzeichnis /private/var/mobile/Media

     

    12. Notebook über iPhone mit Internet verbinden

    Ja, das geht. Und dafür suchte sich Apple den eingängigen Namen Tethering. Ist schon auf englisch nicht ganz einfach, eine deutsche Übersetzung scheint nicht zu existieren. Das Ganze geht entweder über das USB-Kabel oder Bluetooth. Eine gute Anleitung gibt's bei Apple.

     

    13. Telefonieren

    Wie ich so mitten im iPhone-Hacken war, passierte plötzlich etwas Unerwartetes: Es fing an zu klingeln! Hey richtig, man kann ja auch noch telefonieren damit. Oder sollte es wenigstens können. Denn ganz klar ist dies nicht die Stärke des iPhones. Einerseits ist die Tonqualität jämmerlich, andererseits ist der Empfang äusserst bescheiden. Jahrelang hatte ich mein Sony-Ericsson immer mit dabei, so was wie Netzabdeckung hat mich nie interessiert. Wenn ich telefonieren wollte, nahm ich das Teil und telefonierte. Und plötzlich ist das anders. An meinem Büroarbeitsplatz verliert es immer wieder die Verbindung, besonders wenn es dann noch in der Handytasche steckt. Dies scheint ein bekanntes Problem zu sein. Google findet Millionen Einträge in Foren, es läuft sogar eine Klage deswegen gegen Apple. Inzwischen ist es in meinem Bekanntenkreis der running Gag: Der hat ein Handy mit einer Million Funktionen, aber telefonieren kann er nicht. Aber vielleicht gibt's bald ein App dafür...

    Ein kritischer Blick auf die Schweizer Politik. Trotz immer stärker werdender SVP rutscht die Politik immer mehr auf die Linke Seite. Anstatt dass sich die anderen Parteien durch Themen-Schwerpunkte von der SVP abgrenzen, lehnen sie sich immer mehr der SP an. Und der frühere Partner FDP sieht sich vor seiner grössten Zerreissprobe. Das Volk geht dabei immer mehr vergessen.

     

    Klar, dass man auch auf kantonaler Ebene versucht, mit Hilfe von Megafusionen die Spuren der Vergangen- heit zu verwischen. Deshalb finden Sie hier auch Insider-Infos über die Fusion Luzern-Littau und weitere grössenwahnsinnige Pläne.

     

    Grossstadtrat Peter With

    Luzern-Reussbühl

     

    http://peter.with.ch

    peter@with.ch