Absturz von UBS und Finma
Inzwischen scheint klar zu sein, dass die Herausgabe der 300 Kundendaten der UBS widerrechtlich war (siehe NZZ Die Aktenherausgabe im Fall UBS ist kriminell). Offenbar ist es keineswegs so, dass alle betroffenen Kunden Steuerbetrug begangen haben, bei einer grösseren Menge ist auf jeden Fall kein Betrug gefunden worden. Somit haben die Finma und die UBS nicht nur gegen das Gesetz verstossen, sondern auch der Schweiz nachhaltigen Schaden zugefügt.
Während die EU und die USA schon weitere Forderungen stellen, rudert die UBS von Flop zu Flop. Der Aktienkurs der UBS fällt tief in den Keller: Heute kriegt man eine Aktie schon für 10 Franken, dafür kriegt man im Restaurant nicht mal ein Tagesmenü… Zur Erinnerung: Die UBS-Aktie lag vor 1 1/2 Jahren bei etwa 70 Franken, die UBS hat also innert 18 Monaten sagenhafte 86 % an Wert verloren! Ob ein Unternehmer von der UBS noch einen Kredit erhält, wenn er solche Zahlen vorweisen muss? Aber der Steuerzahler hat sicher ein Einsehen und wirft der UBS noch einmal ein paar Milliarden nach.
“To big to fail", “Zu gross, um zu versagen” hiess es noch vor einem Monat. Heute wissen wir es besser: Versager scheint es bei der UBS in Hülle und Fülle zu geben, und wenn die Aktie noch weiter fällt, dann wird es wohl nicht mehr lange dauern, bis der Stecker halt doch gezogen werden muss. Vielleicht wäre jetzt langsam der Zeitpunkt, sich über die Zeit nach der UBS Gedanken zu machen. Oder besser gesagt, wie die Schweiz retten kann, was noch zu retten ist, und zwar mit Rücksicht auf die Steuerzahler und nicht auf die Boni-Banker.




