Gadaffi in Italien - Öl macht blind

Allzu viel Fingerspitzengefühl wurde Berlusconi ja noch nie vorgeworfen. Doch die Italiener halten weiterhin treu zu ihrem Ministerpräsidenten, die Europawahl hat's gezeigt, da schadet auch kein Techtelmechtel mit einer Minderjährigen. Und jetzt gerät das italienische Volk schon wieder in Rage, wieder nicht ganz grundlos. Italien hat nämlich den Libyschen Präsidenten Gaddafi auf Staatsbesuch eingeladen. Und Berlusconi gibt Vollgas: Gaddafi sei ein "Mann von tiefer Weisheit". Klar, der hat jahrzehntelang Terroristen unterstützt, aber man soll ja nicht nachtragend sein. Und der Lockerbie-Absturz mit 270 Toten, der auch auf das Konto Libyens geht, ist ja auch schon lange her. Grund genug also, Gaddafi zu einem Freundschafts-Besuch einzuladen. Der Grund ist klar: Italien erklärte sich bereit, über 5 Milliarden Franken Entschädigung für die Besetzung Libyens durch Italien vor dem 2. Weltkrieg zu bezahlen. Investiert werden sollen die Milliarden in Strassen, die durch italienische Firmen gebaut werden sollen. Im Gegenzug erwartet man natürlich mehr Gas und Öl von Gaddafi. Ausserdem beteiligt sich dieser als zweitgrösster Aktionär bei der italienischen Grossbank Unicredit.

Angesichts solcher wirtschaftlicher Interessen darf man getrost über die Menschenrechtsverletzungen hinweg sehen, die auch heute noch in Libyen begangen werden. So sind auch körperliche Bestrafungen nach wie vor gang und gäbe. Abgesehen von Folter, wird einem Dieb schon mal eine Hand und ein Bein amputiert. Und wer politisch aktiv ist darf damit rechnen, dass sein ganzer Familien-Clan getötet und die Häuser angezündet werden. Tragisch ist, dass er nicht nur von Italien hofiert wird. Auch die Schweiz hat mittels Verschleierungstaktik Calmy-Rey nach Libyen geschickt. Nun folgen noch weitere Treffen. Nachdem Bush relativ erfolglos im nahen Osten um Öl Krieg geführt hat, versucht es der friedliche Obama in Libyen mit Händeschütteln und Vergessen. Dann ist er noch als Gast beim nächsten EU-Gipfel geladen und darf dann später Gastgeber des G8-Treffens sein. Wie jeder gute Mechaniker weiss: Öl schmiert...

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Ein kritischer Blick auf die Schweizer Politik. Trotz immer stärker werdender SVP rutscht die Politik immer mehr auf die Linke Seite. Anstatt dass sich die anderen Parteien durch Themen-Schwerpunkte von der SVP abgrenzen, lehnen sie sich immer mehr der SP an. Und der frühere Partner FDP sieht sich vor seiner grössten Zerreissprobe. Das Volk geht dabei immer mehr vergessen.

 

Klar, dass man auch auf kantonaler Ebene versucht, mit Hilfe von Megafusionen die Spuren der Vergangen- heit zu verwischen. Deshalb finden Sie hier auch Insider-Infos über die Fusion Luzern-Littau und weitere grössenwahnsinnige Pläne.

 

Grossstadtrat Peter With

Luzern-Reussbühl

 

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