Irland erhält Milliarden-Hilfe der EU

Noch Anfangs Woche hat Irland bestritten, dass es finanzielle Hilfe der EU in Anspruch nehmen müsste. Dies, obwohl TV-Sender bereits vertrauliche Dokumente erhalten haben, die Details über die geplanten Hilfsleistungen und -Anfragen enthielten. Der irische Finanzminister wiegelt ab: Es seien weniger als 100 Milliarden Euro. Ist ja fast ein Klacks. Nach den 110 Milliarden an Griechenland macht das nun schon über 200 Milliarden Finanzhilfe. Bezahlen dürfen natürlich die EU-Länder, die sich an die Regeln gehalten haben und sich nicht all zu hoch verschuldet haben. Zwar werden die Milliarden durch Anleihen auf dem Markt beschafft. Diese werden durch die EU garantiert (ob das wirklich ein Qualitätsmerkmal ist, sei dahingestellt). Floppt Irland jedoch weiterhin, dann werden die EU-Steuerzahler zur Kasse gebeten. Ob sich durch diese Garantie die Bonität der gesamten EU nicht ebenfalls verschlechtert, wird sich zeigen. Dies würde nämlich höhere Zinsen für die EU bedeuten, und damit auf Umwegen die EU-Bürger wieder finanziell belasten.

Klar ist, dass Portugal und Spanien wohl bald folgen werden. Wer würde sich so eine Chance schon entgehen lassen: Einerseits Milliardengeschenke aus der EU entgegennehmen, andererseits auf Kosten der eigenen Bevölkerung harte Sparpakete durchbringen - die EU zwingt einen ja jetzt dazu. Und die Wähler und Steuerzahler im eigenen Land können dazu nichts sagen...

Die ganze Aktion wird den Euro-Kurs sicher weiter unter Druck setzen, der Schweizer Franken wird wohl immer teurer werden. Glücklicherweise hat die jüngste Vergangenheit gezeigt, dass dies nicht zwangsläufig die Exportwirtschaft belasten muss. Einerseits sind unsere Produkte ja wegen der hohen Qualität gefragt und nicht wegen des niedrigen Preises. Und andererseits profitieren wir in der Schweiz durch sehr tiefe Preise beim Einkauf von Rohstoffen im Ausland. Dies hilft auch dem kleinen Bürger, der es durch sinkende Preise schon jetzt im Portemonnaie spürt.

Gespart wird in Irland nun bei den Mindestlöhnen, den Zuwendungen an Kinder und beim Arbeitslosengeld, also überall dort, wo Sparmassnahmen ansonsten keine Chance haben. Ob die Oberversager im Irischen Parlament und in der Regierung nun auch weniger Lohn erhalten, ist nicht bekannt.

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Ein kritischer Blick auf die Schweizer Politik. Trotz immer stärker werdender SVP rutscht die Politik immer mehr auf die Linke Seite. Anstatt dass sich die anderen Parteien durch Themen-Schwerpunkte von der SVP abgrenzen, lehnen sie sich immer mehr der SP an. Und der frühere Partner FDP sieht sich vor seiner grössten Zerreissprobe. Das Volk geht dabei immer mehr vergessen.

 

Klar, dass man auch auf kantonaler Ebene versucht, mit Hilfe von Megafusionen die Spuren der Vergangen- heit zu verwischen. Deshalb finden Sie hier auch Insider-Infos über die Fusion Luzern-Littau und weitere grössenwahnsinnige Pläne.

 

Grossstadtrat Peter With

Luzern-Reussbühl

 

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