Die Wahlen sind eröffnet!

Seit gestern sind nun alle Kandidaten für den Grossstadtrat bekannt. Stadtratskandidat René Kuhn war bei der Nominationsversammlung voll in seinem Element und nannte die Probleme Luzerns beim Namen. Etwas überraschend sogar für mich war die Kandidatur von zwei Littauern auf der Luzerner Liste. Dass Alt-Gemeindeamman Schärli Josef als Mitglied der SVP Stadt Luzern auf deren Liste kandidieren würde, leuchtet ein. Weshalb Daniel Erni, der erst vor kurzem durch Nachnomination in den Einwohnerrat nachgerutscht ist, nicht auf die Littauer Liste wollte, bleibt wohl vorderhand sein Geheimnis. Zumal er ja ebenfalls an der Sitzung der Parteileitung war, an der die zwei getrennten Listen beschlossen wurden. Gegenstimmen gab es damals keine... Die Sachpolitik der SVP fasst Stadtratskandidat René Kuhn auf jeden Fall gewohnt pointiert zusammen. So muss es laufen die nächsten Jahre:

SVPnews vom 20. März 2009

Rückblick auf die Littauer Einwohnerratssitzung vom 18. März. Ausserdem: Die SVP der Stadt Luzern reicht eine dringliche Interpellation zur Sanierung des Alterszentrums Staffelnhof ein. Mehr Infos wie immer unter http://www.grossstadtrat.ch

SVPnews vom 13. April 2009

Und wieder eine neue Ausgabe der SVPnews zu den Themen Finanzen der Gemeinde Littau und der dringlichen Interpellation zum Staffelnhof:

Littau top - GrossLuzern flop

Die Littauer Fusionsturbos dürften recht dumm aus der Wäsche geguckt haben, als sie heute die Neuigkeiten zu den GrossLuzerner Finanzen gehört haben. Die totgesagte Gemeinde Littau präsentierte beste Zahlen, 2.4 Millionen Überschuss, 0.75 Mio. Eigenkapital. Die Stadt Luzern schliesst zwar auch gut ab, muss mit dem Gewinn aber noch die marode Pensionskasse in Schuss bringen. Was dann aber kommt, schlägt dem Fass den Boden aus. Schon zwei Jahre nach der Fusion sollen die Steuern wieder erhöht werden. Zu diesem Zeitpunkt wird die Stadt Luzern nämlich bereits mehr Schulden pro Kopf haben als die Gemeinde Littau. Und 2014 sogar gegen 5'500.-- pro Kopf, das ist in etwas das doppelte des kantonalen Durchschnitts! Jetzt ist es also amtlich: Die Planzahlen wurden so lange frisiert, bis auch der letzte Zweifler für die Fusion stimmen musste. Littau wurde schlecht gemacht, Luzern in den Himmel gelobt. Angesichts dieser Zahlen verwundert es, dass die Kantons- und Stadtregierung noch weiter an den Grossfusionsplänen festhält. So ist wohl zu erwarten, dass die geplante Steuerungsgruppe "Starke Stadtregion Luzern" ebenso falsche Zahlen liefern wird, um die beigetretenen Gemeinden hinters Licht zu führen. Hoffentlich sind die anderen Agglogemeinden misstrauischer als die Littauer und Luzerner. Und hier die Zahlen für alle die, die das immer noch nicht glauben können.

Emmer Gemeinderat hat eine Fahne

Am Wochenende wurde eine weitere Fusionsgegner-Organisation gegründet, nämlich die Interessengemeinschaft Emmen (www.ig-emmen.ch). Diese wehrt sich dagegen, dass Emmen mit der Stadt Luzern fusionieren soll. Ausserdem kämpft sie gegen den Beitritt Emmen's zur Steuerungsgruppe, die ja letztendlich auch nur zur Fusion führen soll. So weit so gut, eigentlich nichts neues in der Agglo Luzern. Wären da nicht die Emmer Fusionsturbos im Gemeinderat, allen voran natürlich Gemeindepräsident Thomas Willi. Nach dem sich der Emmer Gemeinderat schon bei den SVP-Abstimmungsplakaten zur Personenfreizügigkeit regionsüberschreitend lächerlich gemacht hat, weil er die kurz zuvor erteilte Bewilligung kurzerhand wieder zurückzog nachdem die Plakate aufgestellt waren, hat er scheinbar ein neues Betätigungsfeld gefunden. Dass Fusionitis oft den Verstand aussetzen lässt, ist bekannt. Aber was da heute gemunkelt wird, übersteigt alle Vorstellungskraft. Auf der Website der IG-Emmen (www.ig-emmen.ch) sind zwei Emmer-Wappen abgebildet:

Das ist ja eigentlich verständlich für eine Organisation, die sich für Emmen einsetzt. Nun scheint das den fusionswilligen Gemeinderat aber zu stören, weil die IG-Emmen KEINE BEWILLIGUNG FÜR DIE BENUTZUNG DES WAPPENS eingeholt hat! Schlimm! Auf so eine absurde Idee ist nicht mal der Littauer Gemeinderat gekommen... Kleiner Tipp für den Gemeinderat, der seine Fahne offenbar immer unter Kontrolle zu haben glaubt: Mal mit der Google-Bildersuche nach dem Emmer Wappen suchen, dann gibt's für den unterbeschäftigten Gemeinderat wieder etwas Arbeit... PS: Sehr geehrte Dame und Herren Gemeinderäte, dürfte ich bitte das oben abgebildete Emmer-Wappen auf meinem Blog benutzen? Wenn es nach Ihnen geht, brauchen Sie es ja in zwei Jahren sowieso nicht mehr.

Alterszentrum Staffelnhof - Teure Sanierung oder Umbau?

Wie schon vor längerem vermutet (und vor kurzem geschrieben) sind die Kosten für den Umbau des Staffelnhofs förmlich explodiert. Heute darf man mit bis zu 53 Millionen rechnen, die der Bau kosten wird. Dazu werden auch noch die Bewohner durch Baulärm und Umzüge gestört. Deshalb hat die SVP-Littau nun einen Ausweg aus der verfahrenen Situation gefunden, der für ALLE Beteiligten das Beste ist. Ein Video sagt mehr als tausend Worte:

Staffelnhof-Umbau sprengt den Rahmen

Eigentlich haben wir uns ja auf die Sanierung des Alterszentrum Staffelnhofs gefreut. Die Freude war aber von kurzer Dauer. Grund dafür sind die explodierenden Kosten. Im Finanzplan waren sie erst mit 15 Millionen angegeben. Dann mit 30 Millionen. Dann wurden in einer Machbarkeits-Studie drei Szenarien neu berechnet: eine Minimalvariante für 33 Millionen, eine mittlere für 37 Millionen und eine Maximalvariante für 39 Millionen. Gemäss Gemeinderat wird nur die mittlere Variante weiterverfolgt. Auf Grund dessen spricht der Einwohnerrat dann den Projektierungskredit von 1.4 Millionen. Noch im September 08 spricht der Gemeinderat gegenüber der Sonderkommission Umbau Staffelnhof von knapp 40 Millionen. Drei Wochen später steht in der Zeitung, dass der Umbau 45 Millionen kosten wird. Inzwischen haben wir März, und der Kredit beläuft sich auf 48 Millionen. Darin inbegriffen auch 2.5 Millionen für die provisorische Unterbringung der Hälfte der Bewohner während der Bauzeit.

Die Fakten liegen nun auf dem Tisch, der Neubau neben dem bestehenden Gebäude kostet fast genau so viel wie der Umbau des alten Hauses. Da hätte man nun vom Gemeinderat erwartet, dass er alternativ auch einen kompletten Neubau prüft. Doch in der Eile, man will das Projekt ja noch vor der Fusion unter Dach und Fach bringen, blieb dazu wohl keine Zeit. Dabei hätte ein Neubau viele Vorteile. Als Standort käme zum Beispiel der Baseball-Platz/BMX-Bahn in Frage. Er ist genauso nahe am Einkaufszentrum wie der Staffelnhof, eben gelegen, und ruhig in der Nähe des Waldes. Während der Bauzeit wären keine Provisorien notwendig, was 2.5 Millionen sparen würde. Zudem gäbe es für die Bewohner keinen Baulärm. Das Gebäude könnte optimal auf die Bedürfnisse abgestimmt werden und man müsste nicht den Altbau mit Gewalt umbauen. Denn obwohl tragende Wände im Dutzend herausgetrennt werden müssen, bleiben die Zimmer immer noch 25 % kleiner als im Neubau. Man könnte den Betrieb normal weiterführen und hätte nach dem Bezug des neuen Heims dann noch das bestehende alte Gebäude zur Umnutzung und zum Verkauf. Doch dies will der Gemeinderat offenbar nicht prüfen. Sonst wäre ja der Spatenstich im September gefährdet. Übrigens: Bauen wird das Ganze so oder so die Stadt Luzern, gleich nach der Abstimmung übergibt der Gemeinderat das Dossier an die Stadt...

Freiraum fühlt sich beengt

Erst vor Kurzem wurde der Südpol eröffnet, das angebliche Kulturzentrum Luzerns. Gekostet hat das Ganze läppische 28 Millionen. Doch das scheint den linksaussen "Kulturellen" noch nicht zu genügen. Deshalb fordert die Aktion Freiraum noch mehr Freiraum. Interessant ist, wie sich diese Aktion Freiraum zusammensetzt: Junge Künstler, Kulturfreunde und - Hausbesetzer! Vernünftigerweise würde man jetzt denken, der Stadtrat würde ob der Forderung nach noch mehr Kulturräumen nur den Kopf schütteln. Aber mit Vernunft ist da wohl nicht viel zu machen, Geld scheint ja unbegrenzt vorhanden zu sein und die Finanzkrise wird wohl auch einen Bogen um Luzern machen. Also möchte man da doch glatt noch ein bisschen mehr Steuergelder verlochen. Ist doch klar, dass den armen Hausbesetzern & Co. das Treibhaus, die Schür, der Sedel und eben neu der Südpol nicht reichen. Soll doch die Stadt noch ein paar Millionen mehr locker machen, damit die Linken wieder über die ungerechte Verteilung von Vermögen und der immer grösser werdenden Schere zwischen Arm und Reich jammern können. Es erstaunt schon, dass die "Alternative" Szene so schamlos fordert, ohne selbst auf die Idee zu kommen, etwas leisten zu müssen. Jeder Hasenzüchterverein muss selbst schauen, wie er zu Räumlichkeiten kommt, für arbeitsverweigernde Hausbesetzer gilt dies offenbar nicht. So soll der neue Raum "basisdemokratisch" organisiert sein. Dabei würde gerade die Basisdemokratie in erster Linie Selbstverantwortung voraussetzen.

Achtung, Zwangsfusionen!

Die Abstimmung hat es gezeigt: Die von möglichen Zwangsfusionen direkt betroffenen Landgemeinden zeigten dem Gemeindegesetz die rote Karte und lehnten es ab, vor allem im Amt Entlebuch. Im Gegensatz dazu sagt die linke Stadt Luzern mit 80 % Ja zum Demokratieabbau. Der Rest der Gemeinden ist der Argumentation des Regierungsrates gefolgt, wonach Zwangsfusionen sowieso nie gemacht würden und die Gesetzesänderung eine notwendige Anpassung an die Verfassung sei. Die Zukunft wird zeigen, ob der Regierungsrat Wort hält und solche Zwangsfusionen nicht als Option einsetzen wird. Die Gemeinde Werthenstein als erster Zwangsfusionskandidat, der das Gemeindegesetz klar abgelehnt hat, vertraut darauf. Einem grossen Teil der Bevölkerung war die Materie aber wohl zu weit entfernt. Auch in der Agglomeration können sich viele heute wohl noch nicht vorstellen, dass ihre Gemeinde schon bald an die Stadt Luzern verschachert werden soll. Der Landschaft bleibt künftig nichts anderes übrig als zuzusehen, wie GrossLuzern immer mehr an Macht gewinnt und eines Tages allein im Kanton Luzern den Ton angeben wird. Um dies zu verhindern bleibt nun auch dem Verein gegen GrossLuzern nur noch die Möglichkeit, die Fusionsgegner in den einzelnen Gemeinden direkt zu unterstützen. So gilt es jetzt die Agglogemeinden davon zu überzeugen, der Steuerungsgruppe nicht beizutreten. Denn obwohl immer behauptet wird, die Studie sei "ergebnisoffen", so ist doch eines klar: Fusion wird als Allerheilmittel und als einzige Chance für die Zukunft Luzerns verkauft. Eine erweitere Zusammenarbeit wird dabei gar nicht erst geprüft.

Angriff von links!

Jetzt ist klar, weshalb die Linken unbedingt ein GrossLuzern wollen. Der Masterplan wurde heute mit dieser Pressemitteilung aufgedeckt. Denn die linke Stadt soll noch linker werden. So tritt die SP mit 34 Grossstadtratskandidaten an. Damit aber nicht genug, denn auch der Stadtrat soll ge-linkt werden. Geplant sind wohl zwei von der SP, ein Grüner und noch der parteilose Studer. Um dieses Zeil zu erreichen, hat die SP der Stadt Luzern Listenverbindungen mit den Jusos, Second@s und den Grünen geschlossen. Insgesamt haben diese vier Gruppierungen über 80 Kandidaten. Es gilt also, mit möglichst viel linker Masse gegen rechte Qualität anzukämpfen. Ob diese Taktik helfen wird, die auf der Kippe stehenden Grossstadtratssitze zu behalten, wird sich zeigen. Interessant dürfte sein, wie sich die FDP und CVP verhalten, und ob sie den Mut aufbringen werden, für eine bürgerliche Liste einzustehen. So liesse sich eine linke Mehrheit im Regierungsrat relativ einfach verhindern. Wenn das denn der Wunsch der beiden "bürgerlichen" Parteien ist.

Ein kritischer Blick auf die Schweizer Politik. Trotz immer stärker werdender SVP rutscht die Politik immer mehr auf die Linke Seite. Anstatt dass sich die anderen Parteien durch Themen-Schwerpunkte von der SVP abgrenzen, lehnen sie sich immer mehr der SP an. Und der frühere Partner FDP sieht sich vor seiner grössten Zerreissprobe. Das Volk geht dabei immer mehr vergessen.

 

Klar, dass man auch auf kantonaler Ebene versucht, mit Hilfe von Megafusionen die Spuren der Vergangen- heit zu verwischen. Deshalb finden Sie hier auch Insider-Infos über die Fusion Luzern-Littau und weitere grössenwahnsinnige Pläne.

 

Grossstadtrat Peter With

Luzern-Reussbühl

 

http://peter.with.ch

peter@with.ch