Meggen, Horw, Adligenswil und Udligenswil spalten sich von Luzern ab

Kaum zu glauben. Da findet im Moment in der Stadt und Agglo Luzern die Abstimmung zur "Starken Stadtregion" statt. Es wird argumentiert, dass mit der grösseren Verwaltung Synergien und Kosten eingespart werden könnten. Zudem würden die neuen Aussenquartiere bestimmt gleich gut behandelt wie die alte Stadt Luzern, man könne auf Augenhöhe diskutieren und müsse nicht als Bittsteller in Luzern auftreten. Und nun das: Die Mitglieder der reformierte Kirche beschliessen an der Urne die Ausarbeitung eines Abspaltungsvertrages der Gemeinden Meggen, Horw, Adligenswil und Udligenswil von Luzern! Die Begründung für das klare Ja: Man hätte es satt, immer als Bittsteller in Luzern auftreten zu müssen.

Ein klares Zeichen wie es künftig in einer angeblich "Starken Stadtregion Luzern" aussehen würde. In den Aussenquartieren wird Wachstum generiert (in Emmen allein ja angeblich 15'000 Stellen!), die Steuern fliessen nach Luzern und dann kann man in Luzern um jeden Franken betteln. Da die Aussenquartiere aber bereits von einer kurzfristigen Steuersenkung durch die Stadt Luzern profitieren, werden sie wohl kaum auf offene Ohren stossen. Genausowenig wie wir Littauer zum Beispiel bei der Umfahrungsstrasse beim Hornbachkreisel im Littauer Bodenhof. Trotz Terminplan im Abstimmungsbüchlein und trotz klarem Mehr an der Littauer Urne wurde der Bau nun von der Stadt Luzern bis an den St. Nimmerleinstag verschoben. Anstelle 2012 soll sie nun 2020 kommen. Wenn wir bis dann vielleicht genug "Bitte Bitte" gesagt haben.

NEIN zu GrossLuzern Teil 1 - Gemeindefusionen: Warum die Fusionitis ausgebrochen ist

Während Fusionen in der Privatwirtschaft längst als Megaflop gelten, ist diese Einsicht bei den Gemeinden noch nicht gewachsen. Im Gegenteil: Grössenwahnsinnige Politiker wollen ein GrossLuzern schaffen und glauben damit alle Probleme lösen zu können. Inzwischen denkt jede 5. Gemeinde der Schweiz über eine Fusion nach. Wieso dieser Demokratie- und Föderalismusabbau derart extreme Formen angenommen hat, sehen Sie im folgenden Beitrag:

Gemeindefusionen - Zentralismus statt Demokratie

Am letzten Samstag, 22. Oktober 2011, hatte ich ein Referat beim Verein Bürger für Bürger in Otelfingen. Es ging um Gemeindefusionen und den damit verbundenen Verlust des Föderalismus. Letztendlich laufen alle Fusionen auf einen Zentralismus und Demokratieabbau hinaus, die Verwaltung wird immer grösser und unüberschaubarer. Das Argument, dass damit auf lange Sicht Geld gespart werden könnte, ist schlicht falsch. Im Gegenteil, kleine Gemeinden ab 1'200 Einwohnern können in ländlichen Gebieten bereits auf die niedrigsten Verwaltungskosten pro Kopf kommen. Inzwischen sind schon ein paar hundert Gemeinden wegfusioniert worden, von einstmals 3'000 Gemeinden im Jahr 1990 sind gerade noch 2'500 Gemeinden übrig. Inzwischen überlegt sich jede fünfte Gemeinde, ob sie mit einer anderen Gemeinde fusionieren soll! Weshalb? Nur so gibt es Geld für die Entschuldung und Steuersenkungen vom Kanton. Trotz Spardruck und angekündigten Steuersenkungen werden vom Kanton weiterhin ohne grosse Diskussion Millionen in die Fusionen investiert. Würden die Gemeinden den Kantonen am Herz liegen, dann gäbe es das Geld auch ohne Fusion. Doch das ist ja nicht das Ziel der Sache: vielmehr sollen die Bürger in grösseren Einheiten leichter verwaltet und gelenkt werden und damit die Selbstverantwortung gekürzt werden. Damit die Macht einzelner dafür weiter wächst...

Kriens steigt aus - ist GrossLuzern tot?

Der Krienser Gemeinderat schliesst sich Adligenswil an und empfiehlt dem Einwohnern und den Stimmbürgern ein klares NEIN zu GrossLuzern. «Kriens ist eine starke Gemeinde mit einer guten Ausgangslage, um im Standortwettbewerb der Regionen zu bestehen!» sagt der Gemeinderat in seiner aktuellen Pressemitteilung.

Dies ist ein herber Schlag für die Fusionsturbos. Hat sich nun doch auch in Ebikon massiver Widerstand formiert. Denn das Komitee IG-Ebikon ist vor allem unter den bürgerlichen Parteien breit abgestützt. Und nun hat neben der SVP-Ebikon auch die FDP-Ebikon die NEIN-Parole gefasst. Und auch CVP-Exponenten bekennen sich zur eigenen Gemeinde!

Und der Einwohnerrat Emmen hat durch die erzwungene Verschiebung der Abstimmung GrossLuzern wohl endgültig den lange fälligen Gnadenstoss gegeben. Denn dass Emmen als einzige Gemeinde mit Luzern fusionieren wird, scheint mehr als unwahrscheinlich, obwohl da die Fusionsturbos mit ihrem Chef und Gemeinderat Thomas Willi sich ziemlich stark zu Wort melden.

Es scheint, dass den Leuten nun endlich die Augen aufgehen und sich anstelle der Visionen endlich wieder der Realität zuwenden. Schade nur um Littau, das zu wenig Selbstvertrauen und zu schlechte Gemeinderäte hatte, um den Illusionen und Träumereien der grössenwahnsinnigen Fusionsturbos zu widerstehen. Als 2.-Klasse-Quartier stellen wir plötzlich fest, dass in Luzern nicht Milch und Honig fliessen, sondern tiefrote Zahlen warten.

Dank Fusion Strassenstrich in Littau?

Dank dem Vorstoss von FDP-Grossstadtrat Daniel Wettstein wissen wir Littauer nun genauer, in welche Richtung die geplante Stadtentwicklung in unserem Quartier gehen könnte. Unter dem bereits etwas speziellen Titel "Strassenstrich: Was sind die konkreten Anstrengungen des Stadtrates?" stellt er die Frage, welche Hilfen/Massnahmen der Stadtrat den jetzt betroffenen Strassenzügen anbieten kann. Der Stadtrat möchte nun einen Strichplan genauer prüfen. Gemäss Stadtrat wäre in einem allfälligen Strichplan Prostitution nur in Strassen möglich, wo der Wohnanteil 0 % beträgt. Dumm nur, dass es solche in der Stadt Luzern nicht mehr gibt.

Aber der Stadtrat weiss Abhilfe: Neben der Abfallsammelstelle im Ibach wäre es noch möglich, und dann (wen wundert's) selbstverständlich noch an der Rothenstrasse zwischen Reussbühl und Littau.

Als Varainte schlägt der Stadtrat noch ein Laufhaus :) vor. Für die, die es nicht wissen: Da warten die Prostiutierten in Zimmern bei offenen Türen, während die Freier sich dann die passende Teilzeitgeliebte aussuchen.

Und dann soll es noch Verrichtungsboxen ;D geben. Also so garagenähnliche Teile, wo die Prostituierten die Möglichkeit haben, "ihre Freier geschützt vor fremden Blicken zu bedienen". Es gäbe "auch Boxen für Freier ohne Auto" (mit Velo-Ständer? ;)).

Klar wo die Laufhäuser und Verrichtungsboxen zu stehen kommen: "Die paar möglichen Standorte wurden oben bereits aufgeführt."

Wer das nicht glauben kann, oder denkt, es handle sich um einen Scherz, der lese selbst.

Luzern hat das teuerste Testbild der Schweiz

Die etwas kontroverse Renovation des Alterszentrums Staffelnhofs, das jetzt ja Betagtenzentrum Staffelnhof heisst, hat bald einen weiteren Meilenstein erreich. So ist der umstrittene Neubau neben dem Altbau in wenigen Tagen fertig, bald geht es dem Altbau ans Eingemachte.

Was nun aber viele NeuLuzerner aus Reussbühl verwundert die Augen reiben lässt, ist die Farbgebung des neuen Staffelnhof. War der alte ja bekannt durch die Farbe Aubergine, so ist man beim neuen unerwarteterweise neue Wege gegangen.

Nachdem mit vielen Mustern und Diskussionen ein Verputz gefunden wurde, der dem alten täuschend ähnlich sieht, kam es bei der Farbe wohl nicht mehr so genau darauf an. Entstanden ist nun eine orange-hellgrün-rosa-dunkelgrüne Hässlichkeit, die einen vor Schreck glatt die horrenden Kosten vergessen lässt. Gespannt darf man darauf warten, ob diese Scheusslichkeit bei der Renovation des Altbaus seine Fortsetzung finden wird.

Und auch von hinten sieht es nicht besser aus:

Braucht es GrossLuzern?

Unter diesem Titel veranstaltet der Verein gegen GrossLuzern in diesem Jahr ein Referat von Prof. Dr. Reiner Eichenberger mit anschliessendem Podium (unter anderem mit Regierungsrat Marcel Schwerzmann (parteilos) und Kantonsrat Guido Müller (SVP)). Erörtert werden dabei die Vor- und Nachteile der Grossfusion der Agglogemeinden Emmen, Ebikon, Adligenswil und Kriens mit der Stadt Luzern. Der Anlass findet am 15. Juni ab 20.00 Uhr im Restaurant Obermättli in Luzern-Reussbühl statt. Der Eintritt ist frei, wir freuen uns auf regen Zulauf.

 

 

Littauer Gemeinderäte zocken Littau ab - Teil 3

Kaum zu glauben, aber es gibt immer mehr Ungereimtheiten im Fall der Boni-Politiker. Das Interessanteste dürfte sein, dass sich die Beteiligten nach einem Jahr nicht mehr erinnern können, ob sie nun 3 oder 6 Monate  Lohn als Abschiedsgeschenk erhalten haben (wie selbst Wicki sagt). Nachlesen könnte man es im Protokoll der letzten Sitzung, aber das ging ja leider verloren... Und wurde zufälligerweise gerade eben erst doch noch im alten Littauer Gemeindehaus gefunden (wo denn, am Infoschalter?). Und Ex-Gemeinderat Beat Stocker mit seinen 77'000.-- pro Jahr Pension, und das bei seinen ziemlich bescheidenen Leistungen, lässt sich nun über die anderen Gemeinderäte aus, als ob er nicht auch die hohle Hand gemacht hätte...

Nebenbei: Gegenüber der Neuen Luzerner Zeitung meinte Alt-Gemeinderat Beat Stocker, dass nicht er mit der Sache an die Medien gegangen sei, wie auf info8.ch und auch hier angedeutet wurde. Tja, da müssen wir ihm wohl glauben, er hat ja auch früher gegenüber den Medien immer die Wahrheit gesagt...

 

Littauer Gemeinderäte zocken Littau ab

Die Gerüchte waren schon vor der Fusion immer da, dass sich unsere Gemeinderäte nach der Fusion für die Verschacherung unserer Gemeinde noch eine Abgangsentschädigung auszahlen wollen. Allerdings wurden direkte Anfragen in dieser Richtung immer verneint, und es wurde aufs Pensionsreglement der Gemeinde Littau verwiesen. Und gemäss dem hätte wohl nur Gemeindepräsident Wicki 3 Monate zu Gute gehabt. Da bis zuletzt nichts mehr über die Abgangsentschädigung zu hören war, dachten wir Einwohnerräte, die Sache hätte sich erledigt. Dachten...

Wie man nun heute auf sf.tv bei Schweiz aktuell sehen konnte, zahlten sich die Gemeinderäte eine saftige Abgangsentschädigung von 104'000.-- Franken aus! Dies natürlich an der letzten Sitzung am letzten Tag der Gemeinde Littau, damit ja niemand das Ganze noch stoppen geschweige denn kontrollieren könnte. So kassierten Heidi Fähndrich (CVP), Rico De Bona (CVP) und Josef Wicki (FDP) ein halbes Jahresgehalt, ohne dass sie darauf Anspruch gehabt hätten! Und dies von einer Gemeinde, die angeblich kein Geld mehr gehabt hat...

Als ob die Gemeinderäte nicht schon genug durch die Fusion profitiert hätten. So sind sie dank der Fusion zu einer Amtszeitverlängerung von 1 1/2 Jahren gekommen, und das ohne einen Wahlkampf führen zu müssen. Gerade für Beat Stocker war das Gold wert, hätte er bei seiner Vorgeschichte einen Wahlkampf ja niemals gewinnen können. Zudem erhielten sie noch Zusatzentschädigungen für die Fusion, weil das angeblich eine so grosse Mehrbelastung des Gemeinderatsamts gewesen sei. Dabei haben sie einfach die anderen Geschäfte schleiffen lassen.

Nun sollte aber auch dem letzten klar sein, weshalb so viele Agglo-Gemeinderäte für die Auflösung ihrer Gemeinde und für GrossLuzern sind. Schliesslich gibt es viel Kohle zu holen. Oder wenigstens lukrative Jobs in der Stadtverwaltung. Oder beides.

Alte Website der SVP-Littau

Da in Folge der kompletten Neugestaltung der Website www.svp-littau.ch sämtliche bestehenden Einträge der letzten sieben Jahre (also vom 1.1.2003 bis zum 31.12.2009) gelöscht wurden, habe ich diese nun wieder hochgeladen. Immerhin ist dies ein komplettes Archiv der Tätigkeiten der SVP Littau, die unter anderem auch deutlich aufzeigen, wie es in Littau zu einer Fusion kommen konnte. Auch die Schwierigkeiten rund um den Kokainmissbrauch von Gemeinderat Stocker, die Budget-Verschlechterungen und die Verheimlichung der wahren berechneten Kosten der Fusion Luzern-Littau sind darin nach zu lesen.

Da die Fusionsbestrebungen rund um Luzern weitergehen werden, sind dabei wohl noch einige nützliche Infos für zukünftige Fusionsopfer zu finden. Schade, dass die SVP-Littau nun nach der Fusion auch ihre eigene Geschichte ausgelöscht hat, nachdem sie solche Absichten jahrelang den Fusionsturbos vorgeworfen hat.

Selbstverständlich werden die Inhalte nicht mehr aktualisiert, auch nicht mehr der Vorstand, usw. Diese Infos finden sich auf der offiziellen Website der SVP-Littau.

Hier nun der Link zur alten Website der SVP-Littau: http://svp-littau.polit-blog.ch

Ein kritischer Blick auf die Schweizer Politik. Trotz immer stärker werdender SVP rutscht die Politik immer mehr auf die Linke Seite. Anstatt dass sich die anderen Parteien durch Themen-Schwerpunkte von der SVP abgrenzen, lehnen sie sich immer mehr der SP an. Und der frühere Partner FDP sieht sich vor seiner grössten Zerreissprobe. Das Volk geht dabei immer mehr vergessen.

 

Klar, dass man auch auf kantonaler Ebene versucht, mit Hilfe von Megafusionen die Spuren der Vergangen- heit zu verwischen. Deshalb finden Sie hier auch Insider-Infos über die Fusion Luzern-Littau und weitere grössenwahnsinnige Pläne.

 

Grossstadtrat Peter With

Luzern-Reussbühl

 

http://peter.with.ch

peter@with.ch