Gesunde Finanzen ermöglichen eine sichere Zukunft

Die Stadt rutschte in den letzten Jahren von Sparpaket zu Sparpaket, ohne dabei die Leistungen grundsätzlich zu überprüfen. Mitte 2014 habe ich deswegen mit einem Vorstoss gefordert, dass es bis mindestens 2017 keine Steuererhöhung und keine Neuverschuldung geben darf. Es sollten durch eine Überprüfung aller Leistungen wirkungsvolle Massnahmen erarbeitet werden, um eine nachhaltige und stabile Finanzpolitik über mehrere Jahre in der Stadt Luzern zu erreichen. Die bürgerliche Mehrheit aus CVP, FDP und SVP unterstützte diesen Vorstoss und der Stadtrat erarbeitete deshalb mit Hilfe von externen Gutachtern das Massnahmenpaket „Haushalt im Gleichgewicht“. Dieses Paket entlastet die Stadt jährlich um 14 Millionen Franken und wurde von der Mehrheit des Grossen Stadtrats angenommen. 

Die linken Parteien haben nun gegen drei Massnahmen das Referendum ergriffen. Hier deshalb die Massnahmen in der Übersicht:

  • Bei "Deutsch als Zweitsprache" (DaZ) schreibt der Kanton vor, dass pro Schüler und Woche 0.66 Lektionen zur Verfügung gestellt werden müssen. Nun hat die Stadt in den letzten Jahren aber freiwillig fast eine ganze Lektion pro Schüler angeboten. Dies soll nun auf die kantonale Vorgabe reduziert werden. Es erhalten aber immer noch alle Lernenden, die Bedarf haben, Daz-Lektionen. Es wurde einfach die Klassengrösse erhöht, wobei die kantonale Vorgabe von nur sechs Schülern nicht überschritten wird. 
  •  "Integrativen Förderung" erhalten Lernende mit besonderen Begabungen, Lern- oder Verhaltensschwierigkeiten. Hier liegt die Vorgabe des Kantons bei 1'240 Lektionen für die Stadt Luzern. Bisher wurden aber 1'650 Lektionen angeboten, also wesentlich mehr. In Zukunft werden es zwar 100 Stunden weniger sein, aber immer noch 300 Stunden mehr als vorgeschrieben.
  • Es waren insgesamt sieben Quartierbüros geplant, von denen sechs bereits in Betrieb sind. Nun wurde entschieden, dass diese nicht weiter ausgebaut werden sollen, dass die sechs Quartierbüros reichen müssen. Die Einzugsgebiete der Quartierbüros werden nun so angepasst, dass trotzdem überall ein Angebot zur Verfügung steht.

Gegen eine weitere Massnahme wurde ebenfalls unabhängig davon das Referendum ergriffen: 

  • Kremationsgebühren sollen neu nicht mehr von der Stadt Luzern übernommen werden, nur noch die Bestattungsgebühren. Dies wird bereits in fast allen Gemeinden so gehandhabt und soll nun auch für die Stadt gelten.

Alles in allem bietet die Stadt ein hervorragendes Leistungsangebot an, das in der Zentralschweiz seinesgleichen sucht. Klar kann man jeder abgebauten Leistung nachtrauern, ob sinnvoll oder nicht. Allerdings sollte man immer das grosse Ganze im Auge behalten. Baut man Leistungen aus, muss man zwangsläufig woanders welche einsparen. Mit Hilfe von externen Gutachtern wurden alle Leistungen der Stadt überprüft und mit den Angeboten in anderen Gemeinden und Städten verglichen. Es hat sich gezeigt, dass die Stadt Luzern nach wir vor auf einem sehr hohen Niveau ist, auch nach dem Massnahmenpaket "Haushalt im Gleichgewicht". 

Stimmen Sie deshalb JA zum Voranschlag 2016 der Stadt Luzern

 

Keine Experimente bei der Busspur Spitalstrasse

luzerner-rundschau.ch: Der Stadtrat schlägt vor, die Spitalstrasse mit einer sogenannten elektronischen Busspur auszustatten. Dabei sollen bei Bedarf alle Ampeln an der Spitalstrasse auf Rot gestellt werden. Wenn dann auf der Gegenfahrbahn Richtung Spital alle Autos weg sind, hätte der Bus freie Fahrt für 400 m. Dazu ist es aber notwendig, einen zusätzlichen Radweg zu erstellen, damit die Fahrbahn nicht durch langsam hochfahrende Velofahrer blockiert wird. Auf den ersten Blick scheint das eine effiziente Lösung zu sein – bis man den Preis anschaut. Das Ganze kostet nämlich 3.1 Millionen Franken, für ein Experiment notabene, das man vorher weder getestet noch anderswo vergleichbare Beispiele gebaut hat. Hinzu kommt, dass durch den zusätzlichen Radweg das Trottoir für die Schulkinder noch schmaler wird und dadurch die Normen verletzt werden. Einmal mehr werden auch die Autofahrer für zweifelhafte Massnahmen zu Gunsten des ÖV schikaniert.

Die offensichtlich beste Lösung für ÖV, Velofahrer, Taxifahrer, Fussgänger, Rettungsdienste und Autofahrer wäre eine separate Busspur. Zwar würde diese knapp eine Million Franken Mehrkosten verursachen, es wäre aber eine solide und erprobte Massnahme, die eine dauerhafte Verbesserung für alle bringen würde. Es zeichnet sich aber ab, dass alle Parteien ausser der SVP lieber die unbrauchbare Billig-Lösung bevorzugen. SP und Grüne wohl, weil der Vorschlag von der SVP anstelle von ihnen selbst kommt. Und FDP und CVP setzen lieber auf das Prinzip Hoffnung, dass es dann schon gut kommen würde, auch wenn dadurch der Automobilverkehr wieder mal den Kürzeren zieht. Merke: Nicht alles, was billiger ist, ist auf Dauer auch günstiger.

Aufbruch statt Stillstand

luzerner-rundschau.ch: Waren die vergangenen Legislaturen von Projekten wie dem KKL, der Allmend oder der Fusion geprägt, so wird sich kaum jemand daran erinnern, was in dieser Legislatur umgesetzt wurde. Klar, die Betagtenzentren wurden in eine Aktiengesellschaft ausgelagert und die Bau- und Zonenordnung für die halbe Stadt Luzern wurde angepasst, nicht gerade historische Höhepunkte.

Mitte 2012 wurde die Initiative für zahlbaren Wohnraum angenommen, gebaut wurde auf städtischem Grund bisher aber keine einzige Wohnung. Viele städtische Schlüsselareale liegen seit Jahren brach und angedachte Projekte werden nur langsam vorangetrieben. So zum Beispiel der Pilatusplatz, das Eintrittstor zum Stadtzentrum, das seit Jahren durch einen Plastiksackwald „verschönert“ wird. Die Industriestrasse, bei der nach der Annahme der Initiative nur noch Echoräume und Anwohnerbefragungen gemacht wurden, aber keine einzige Wohnung gebaut wurde. Beim alten Hallenbad verzögert sich die Planung so stark, dass die „Zwischennutzung“ Neubad um einige Jahre verlängert werden muss, trotz gegenteiliger Versprechen des Stadtrats natürlich mit finanzieller Unterstützung der Stadt. Auch Steghof und Urnerhof sollen erst später umgesetzt werden, da man extra dafür nochmal die Bau- und Zonenordnung anpassen will.

So kann es nicht weitergehen, die Stadt muss nicht immer nur Visionen entwickeln, sondern endlich auch mal welche umsetzen. Dazu braucht es ein entschlossenes zügiges Vorgehen. Denn schon stehen die nächsten grossen Brocken an: Beim Salle Modulable und dem Durchgangsbahnhof ist ein engagiertes Vorgehen unbedingt notwendig, sonst ist nämlich der Zug bald buchstäblich abgefahren.

Bahnhofstrasse - Die Folgen einer schlechten Kommunikation

luzener-rundschau.ch: Dass der Stadtrat die Kommunikation nicht im Griff hat, hat er während den letzten Monaten beim WC- und Bänkli-gate wiederholt bewiesen. Dies setzte sich bei der Abstimmung zur Initiative „Für eine «attraktive» Bahnhofstrasse“ nahtlos fort. Auf 15 Seiten konnten die Befürworter ihre Argumente ausgiebig darlegen. Leider verpasste es der Stadtrat, den Stimmbürgern reinen Wein einzuschenken und fasste die Gegenvoten auf gerademal 14 Zeilen zusammen.

Aber auch die „Gewinner“ dieser Propaganda wurden verschaukelt. Ihnen hätte man nämlich mitteilen müssen, dass es wirklich nur um einen Planungskredit geht. Dass dies auch das Initiativkomitee nicht begriffen hat zeigt sich dadurch, dass sie die umgehende Schliessung der Bahnhofstrasse fordern. Ebenso hat man schon vorher gewusst, dass sich die Wegfahrt vom Parkhaus Seidenhofstrasse und auch vom Hotel Flora über die Pilatusstrasse nicht bewerkstelligen lässt. Der Verkehrsfluss würde dadurch massiv leiden und die Busse würden auch beeinträchtigt, ganz abgesehen von der Verkehrssicherheit. Also wird der grösste Teil der Bahnhofstrasse wohl auch künftig nicht autofrei sein. Bleiben also noch kaum mehr als 100 Meter neben dem Stadttheater, die für eine Sperrung allenfalls in Frage kämen. Und da kommt der dritte unterschlagene Punkt ins Spiel: Die Kosten. Denn die 8 Millionen Franken, die diese Mikro-„Aufwertung“ wohl kosten wird, fehlen an ganz anderen Orten. So verschieben wir halt die Sanierung von Schulhäusern, sparen bei den Altersheimen, senken die Kosten für den Unterhalt bestehender Infrastrukturen und sparen bei städtischen Leistungen und Personal. Dass das der Wille der Luzernerinnen und Luzerner war, darf bezweifelt werden. Aber dazu hätte man sie eben vorher umfassend über die Vor- UND Nachteile informieren sollen.

Linke rechnen besser als Bürgerliche

luzerner-rundschau.ch: Die Mehrheiten im Grossen Stadtrat sind denkbar knapp. CVP, FDP und SVP haben zusammen nur gerade zwei Sitze mehr als die Hälfte aller Sitze. Gibt es nur wenige Abweichler oder fehlt der eine oder andere bürgerliche Grossstadtrat, dann kippen die Beschlüsse sofort nach links. In dieser Legislatur ist das leider immer wieder vorgekommen. Für wichtige Geschäfte wurden von einzelnen Mitgliedern sogar die Ferien früher beendet, damit sich eine bürgerliche Mehrheit finden liess.

Der Ausblick auf die kommenden Wahlen verheisst leider nicht viel Gutes. Wenn man die Ergebnisse der vergangenen Kantonsrats- und Nationalratswahlen in der Stadt ansieht, dann stellt man fest, dass die bürgerlichen Parteien bestenfalls äusserst knapp 50 % der Wählerstimmen erreichen. Wichtiger als der Zuwachs einer einzelnen Partei, die meist zu Ungunsten einer anderen bürgerlichen Partei geht, ist es deshalb, das bürgerliche Lager zu stärken. Gewinnt eine Partei einen Sitz, aber die Bürgerlichen insgesamt verlieren die Mehrheit im Grossen Stadtrat, dann hat auch der „Wahlgewinner“ nichts von seinem Sieg: Die linke Ratsmehrheit würde vier Jahre lang den Tarif durchgeben.

Die Linken haben das schon früher erkannt und spannen zusammen. Obwohl auch sie thematisch oft das Heu nicht auf der gleichen Bühne haben, machen sie auf Grund rechnerischer Vorteile Listenverbindungen und sichern sich so Restmandate. Bei einer so knappen Mehrheit sollten die Bürgerlichen nicht Roulette spielen: eine Listenverbindung von CVP, FDP und SVP würde helfen, die bürgerliche Mehrheit zu sichern. Dies ist keine Signal für eine Koalition oder Fusion der Parteien, sondern vielmehr ein Akt der Vernunft bei ungewissen Perspektiven.

BDP - Genug Respekt vor dem Stadtratsamt?

Gestern gab die BDP Stadt Luzern (die gibt es scheinbar wirklich...) bekannt, dass sie an den kommenden Stadtratswahlen mit einem Kandidaten antreten wird. Nun steht es natürlich jedem Stimmbürger frei, sich als Kandidat zu melden. Allerdings sollte man sich dabei schon Gedanken machen, wie die Chancen stehen. Denn eine Partei, die ihre Chancen derart falsch einschätzt, verdient wohl kaum viel Glaubwürdigkeit.

Natürlich wurden auch in der Vergangenheit Exekutivwahlen als Wahlvehikel missbraucht, damit chancenlose Exponenten ein wenig kostenlose Medienberichterstattung ergattern konnten. Bisher haben das aber vor allem linke Parteien gemacht, insbesondere die Jungparteien Juso und Junge Grüne. So kandidierte zum Beispiel Irina Studhalter für die Jungen Grünen für den Regierungsrat. Mit ihren 22 Jahren konnte sie ausser Jugend aber nicht viel vorweisen, beruflich "arbeitete" sie in Pensen zwischen 10 % und 30 % in der Administration, als Service-Mitarbeiterin im Restaurant und als politische Sekretärin der Grünen. Ihre Kandidatur war dementsprechend natürlich chancenlos. Es zeugt aber schon von massiver Selbstüberschätzung, wenn man ihren Rucksack mit jenen der anderen Kandidaten vergleicht. Aber das Ziel wurde erreicht, sie konnte das Parteiprogramm der Jungen Grünen in der einen oder anderen Zeitungsspalte verbreiten. 

Und nun wandelt die BDP also auch auf linken Pfaden. Die Partei hat keinen einzigen Sitz im Kantonsrat oder im Grossen Stadtrat, obwohl sie jedes Mal zur Wahl angetreten ist. Erreichte die BDP in der Stadt Luzern bei den vorletzten Kantonsratswahlen 2011 gerademal 2.38 %, so waren es in diesem Jahr mit 1.25 % rund die Hälfte. Noch einmal ein solcher Rückgang und die BDP muss liquidiert werden. Kantonsweit sind sie sogar bei nur 0.88 %, aber das wollen wir mal grosszügig übersehen.  Zum Vergleich: Die Juso, Jungen Grünen, Secondos und die JGLP hatten jeweils gleichviel bis mehr als doppelt so viele Stimmen in der Stadt. In der Logik der BDP müssten diese also auch alle mit einem Stadtratskandidaten antreten...

Für eine Partei, die noch nie bei der Beratung eines Geschäfts im Grossen Stadtrat mitgewirkt hat, ist es eine masslose Selbstüberschätzung, ein Stadtratsamt ausüben zu wollen. Denn im Gegensatz dazu wissen die oben genannten Parteien wenigstens worum es geht, da dort mindestens die Mutterpartei im Grossen Stadtrat vertreten ist, ja sogar im Stadtrat. Seien wir also gespannt, ob die BDP dank der Stadtratskandidatur im Jahr 2016 wenigstens den Sprung ins Stadtparlament schafft. Angesichts der Prognosen wäre das eine erstaunliche Leistung.

Von wegen Unterschriftensammeln ist zu einfach

Als erstes möchte ich den Jungen Grünen zu ihrem grossen Erfolg gratulieren. 1000 Unterschriften mit nur 20 Leuten innert 7 Stunden zu sammeln ist wahrlich eine starke Leistung. Diese nun damit gleichzusetzen, die Hürde von 800 Unterschriften sei zu tief, ist aber der komplett falsche Schluss. Nur weil Usain Bolt die 100 m unter 9.6 Sekunden lief verlängert man die Strecke ja auch nicht auf 150 m, sondern akzeptiert die herausragende Leistung.

Etwas nachdenklich stimmen mich vor allem die Aussagen des Professors für Politikwissenschaft. Die Parteien würden nur für ihre Kernanliegen Initiativen starten, um so auf ihre Themen aufmerksam zu machen. Sollen die SVP denn plötzlich Unterschriften für eine Energiewende und die Grünen für eine Steuersenkung sammeln? Natürlich macht man sich nur die Mühe Unterschriften zu sammeln bei Anliegen, die einem wirklich wichtig sind.

Die schweizweiten Wahlen der letzten Jahre haben gezeigt, dass insbesondere die SVP und die SP gegenüber den anderen Parteien stark geworden sind. Wohl nicht ganz zufälligerweise die zwei Parteien, die sich nie scheuen, auch bei Wind und Wetter den Kontakt mit den Bürgern zu suchen und Unterschriften zu sammeln. Dass es die Bürger schätzen, wenn man sich auch für ihre Anliegen einsetzt, zeigt sich dann halt bei den Wahlen. Deshalb ist es für die CVP auch der einfachste Weg, nun einfach 1500 Unterschriften zu fordern, ansonsten müsste sie sich ja auch mal bemühen eine Initiative zu Stande zu bringen, um ihre Wählererosion zu stoppen.

Dass der Weg über das Parlament eben keine Alternative ist, hat zum Beispiel die Abstimmung über die Industriestrasse gezeigt. Die Initiative (und somit auch jeder ähnlich lautende Vorstoss) hatte im Grossen Stadtrat keine Chance, wurde aber von der Bevölkerung deutlich angenommen.

Ganz untauglich ist der Vorschlag des Herrn Professors, für "Privatpersonen" eine andere Hürde festzulegen als für Parteien. Dann sammle ich halt künftig als Privater, wenn mich dann die SVP zufälligerweise unterstützt kann ich ja auch nichts dafür. Oder soll künftig die Unterschrift eines Parteimitglieds grundsätzlich nur noch die Hälfte gelten? Mein Vorschlag an ihn: Er soll sich in der Migros einen Stapel Papier kaufen, sein Anliegen für mehr Unterschriften darauf formulieren und im November/Dezember auf der Strasse die 800 Unterschriften dafür sammeln gehen. Dürfte ja kein Problem sein.

Keine Parkgebühren für Motorräder und Roller

In Zeiten knapper Kassen steigt natürlich auch beim Stadtrat die Bereitschaft, mit neuen Gebühren die Löcher in der Stadtkasse zu stopfen. So ist es kaum verwunderlich, dass der links-orientierte Stadtrat nur zu gerne den Vorschlag der linken Parteien Grünliberale, Grüne und SP unterstützt, für Motorräder und Roller künftig Parkgebühren zu erheben. Ausgenommen von dieser Regelung sind als bevorzugtes Verkehrsmittel der Linken natürlich alle E-Bikes, die zwar die gleiche Höchstgeschwindigkeit erreichen wie kleine Roller und auch einen Motor haben, aber nicht in das Beuteschema passen.

Dabei sind auch die Motorräder eine grosse Entlastung für den Verkehr, denn sie sind oft die bevorzugte Alternative für Autofahrer. Damit belasten sie die Strassen weniger und helfen mit, dass der Verkehr flüssiger wird. Bereits heute ist es aber schwer einen geeigneten Parkplatz zu finden. Denn die Motorräder und Roller dürfen nur auf speziell gekennzeichneten Parkplätzen abgestellt werden und die sind schon selten genug.

Die Parkgebühren, angedacht von anfangs wenigen Franken pro Tag (und wohl im Laufe der Jahre schnell ansteigend), werden wohl niemanden davon abhalten, mit dem Motorrad in die Stadt zu fahren. Bei den Autos ist es ja auch nicht so, dass die Parkgebühren davon abhalten, in die Stadt zu fahren. Es geht also nur darum, den motorisierten Individualverkehr einmal mehr zur Kasse zu bitten. Um dies durchzusetzen bemüssigt man dann wieder die Polizei. Diese hätte in der Stadt Luzern aber wahrlich wichtigere Arbeiten zu tun als Parkbussen an Motorradfahrer zu verteilen.

Für die Velofahrer wurde in den letzten Jahren viel Geld ausgegeben. Allein der mässig besuchte neu gebaute Velounterstand neben dem Bahnhof hat 2.8 Millionen Franken gekostet. Bezahlt übrigens mit Parkgebühren der verhassten Autos, die schon länger als gute Einnahmequelle für allerlei Begehrlichkeiten hinhalten müssen. Ebenso gibt man Geld aus für flächendeckende Velopumpstationen und einen Velozähler, der nichts anderes macht, als zur Belustigung der Linksparteien Velos zu zählen. Klar dass man da versucht, mit neuen Gebühren für Motorräder und Roller die damit entstehenden Löcher in der Stadtkasse zu stopfen. Natürlich ohne dabei die Infrastruktur für den motorisierten Individualverkehr zu verbessern.

Schwarzbuch David Roth

Da hat sich doch tatsächlich jemand die Mühe gemacht, die Verfehlungen von Noch-Kantonsrat David Roth (Juso) in einem Schwarzbuch zusammenzufassen und sie ins Internet gestellt (www.zürcherin.ch). Tatsächlich werden da viele Quellen im Original zitiert, die eigentlich schon kommentarlos weit unter der Gürtellinie liegen und eines erwachsenen Menschen eigentlich unwürdig sind. Genau solche Leute sind es die auch dem Ansehen von Politikern schaden, immerhin Leute, die sich in Ihrer Freizeit für die Allgemeinheit einsetzen anstatt auf dem Sofa rumzuhocken. Dass die SP, die glaubt immer über den politischen Stil anderer richten zu müssen, so jemanden in ihren Reihen noch toleriert ist schon fragwürdig genug. Im Gegenteil, sie machen ihn auch noch zum Vizepräsidenten der SP Schweiz! Dabei wäre sogar die Rücktrittsforderung aus dem Kantonsrat angebracht. David Roth träumt einer Ideologie nach, die ohne Rücksicht auf Verluste den Sozialismus durchsetzen will und lebt sie auch gleich vor: Keine Rücksicht auf Andersdenkende, keine Rücksicht auf privates Eigentum und keine Rücksicht auf Gesetze. Ich empfehle allen die Lektüre dieses Schwarzbuchs, es ist wirklich sehr informativ.

Das Schwarzbuch David Roth als pdf

Nun verabschiedet sich auch noch die letzte Bank aus Reussbühl

Nachdem die Stadt Luzern bekanntermassen heftig zugelangt hat und in Littau den Kundenschalter, die Bibliothek und den Michaelshof schliesst (oder mindestens die Gelder so kürzt, dass ein Weiterführen des Betriebs im gewohnten Rahmen nicht mehr möglich ist), will die Raiffeisenbank Littau-Reussbühl dem in nichts nachstehen. Heute hat sie vor einer sehr überrumpelten Teil-Mitgliederversammlung bekannt gegeben, dass sie die Filiale im ehemaligen Gemeindehaus Ruopigen am 30. April schliessen wird. Passenderweise würde gerade dann der Mietvertrag auslaufen. Dies deutet darauf hin, dass dieser Ausstieg bereits von langer Hand geplant war. Aber während man sonst gerne jeden Monat alle Kontoinhaber gerne mit jeder Menge unnützer Infos eindeckt, ging die Kommunikation dieser doch wichtigen Schliessung "vergessen". Dabei ist doch die Schliessung von 50 % aller Filialen sicher eine kleine Mitteilung wert, würde man annehmen. Die Mitglieder waren ob der plötzlichen Bekanntgabe der Schliessung völlig perplex, ein lautes Raunen ging durch die Menge. Es gab nur eine Wortmeldung und auch die ging nur mit einem Satz darauf ein. Das ganze kam so überraschend, dass einem buchstäblich das Wort im Hals stecken blieb. Auch bei Gesprächen im Anschluss war die Resignation und Machtlosigkeit buchstäblich fühlbar.

Als Hintergrund muss man wissen, dass die Raiffeisenbank Reussbühl ursprünglich unabhängig war. Somit war schon seit der Gründung eine Filiale in Reussbühl vorhanden. Mit der Fusion der Raiffeisenbanken Littau und Reussbühl wollte man gestärkt in die Zukunft (klingt irgendwie bekannt). Bald schon wurde in Littau an der Jodersmatt für viel Geld eine neue schöne Hauptfiliale gebaut. Und jetzt fehlt das Geld für die Filiale Reussbühl. Konsequenterweise müsste also auch der Name der Bank künftig nur noch Raiffeisenbank Littau heissen.

Die Filiale hätte kaum Beratungsdienstleistungen angeboten. Durch die Schliessung des Gemeindehauses sei auch viel weniger Kundschaft gekommen. Die Dienstleistungen die jetzt noch erbracht würden, könnten auch mit einem Bankomaten erbracht werden. Wer jetzt aber denkt, es würde nur die Filiale verschwinden und der Bankomat bleiben, der täuscht sich. Denn auch für den Bankomaten hat es künftig keinen Platz mehr. Die Begründung dafür ist abenteuerlich, insbesondere für eine Versammlung der Genossenschafter und damit Besitzer der Bank: Es wäre ja ein Konkurrenzangebot vorhanden, gemeint ist also die Post. Dumm nur, dass man nicht mehr als 20 kostenlose Bezüge pro Jahr auf fremden Bankomaten tätigen darf. Da fragt man sich als Reussbühler, weshalb soll man dann nicht gleich zur Post wechseln? Oder noch schlimmer: Was unterscheidet die genossenschaftlich geführte Bank eigentlich noch von anderen (Gross-)Banken?

Im Nachhinen erscheint die Mitgliederversammlung als Ansammlung ironischer Zitate. So hiess es am Anfang, die Raiffeisenbank Littau-Reussbühl würde für Ihre Mitglieder den roten Teppich ausrollen. Wenigstens für die Littauer Mitglieder. Denn die Bank sei durch ihre Kundennähe gross geworden. Andere Banken sähen sich gezwungen im grossen Stil Personal zu entlassen. Die Raiffeisenbank Littau-Reussbühl sei ganz anders. Denn gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten könne sie auf ihren treuen Kundenstamm zählen. Offenbar mehr, als dieser auf die Raiffeisenbank.

Dann ganz am Schluss wurde noch eine Folie aufgelegt, auf der ein denkwürdiger Spruch stand und an Zynismus kaum mehr zu überbieten ist:

Es dauert Jahre Vertrauen aufzubauen aber nur Sekunden, um es wieder zu zerstören.

Wenigstens damit hat der Verwaltungsratspräsident aus den Herzen der anwesenden Mitglieder gesprochen.

Ein kritischer Blick auf die Schweizer Politik. Trotz immer stärker werdender SVP rutscht die Politik immer mehr auf die Linke Seite. Gerade in der Stadt Luzern nutzt die Öko-Allianz aus SP, Grünen und GLP ihre knappe Mehrheit aus, um ihre Fundamental-Politik durchzudrücken. 

 

Die SVP ist die einzige bürgerliche Partei der Stadt, die bei den letzten Wahlen noch zulegen konnte. In meinem Blog lesen Sie, welche Auswüchse wir in unserer schönen Stadt bekämpfen müssen. 

 

Grossstadtrat Peter With
Luzern-Reussbühl

 

http://peter.with.ch

peter@with.ch