Für Dr. Josef Wicki wird gesorgt...

Viele haben sich seit der Fusionsabstimmung Sorgen um unseren Gemeindepräsidenten gemacht. Was wird denn bloss aus ihm werden, wenn es die Gemeinde Littau nicht mehr gibt? Zwar hat hat er sich ja als Anwalt selbständig gemacht und dürfte auch dank seiner glücklichen Hand beim Landschaftskauf auf dem Littauer Berg in Zukunft ausgesorgt haben. Offenbar scheint dies aber noch zu wenig Sicherheit zu sein. So kam dann der Stadtrat zusammen mit dem Gemeinderat auf die Idee, man könnte ihn ja gleich weiter beschäftigen. Eine Stelle war schnell gefunden: Er soll uns als Wirtschaftsförderer der Stadt Luzern erhalten bleiben. Dies hat gleich zwei Vorteile: einerseits kann er so gute Werbung für seine Firma machen (falls die mit Sicherheit kommenden Staatsaufträge mal nicht ausreichen werden) und andererseit kann man ein überflüssiges Amt mit einem jetzt überflüssigen Politiker besetzen. Obwohl wahrscheinlich keine öffentliche Ausschreibung für dieses Amt erfolgen wird, sind sich alle Fusionsturbos sicher, die beste Lösung gefunden zu haben.

Masseneinbürgerungen dank Fusion

Durch den sehr hohen Ausländeranteil von 36 % in der Gemeinde Littau (54 % in den Schulen!) ergibt sich natürlich auch eine entsprechend hohe Anzahl Einbürgerungsgesuche. Da Masseneinbürgerungen die Gemeinde Littau für Ausländer noch attraktiver gemacht hätten, achtete man bisher darauf, mit Bedacht und grosser Sorgfalt einzubürgern. In Luzern (Ausländeranteil unter 20 %) läuft das einiges einfacher ab, wohl auch, weil bei den dortigen Einbürgerungswilligen eine andere Sozialstruktur ist als in Littau. Nun will aber GrossLuzern "aufräumen", und dazu braucht man natürlich in erster Linie Geld. So will man eine zusätzliche Stelle schaffen, nur um die Littauer Kandidaten im Dutzend einzubürgern. So wird man den Ausländeranteil künstlich verkleinern und sich dann damit brüsten, dass man jetzt geschafft habe, was Littau nie fertig brachte. Wenigstens auf dem Papier...

Littau wird geschreddert

Ein paar Jahrhunderte lang war der Name Littau für uns gut genug. Jetzt kann es nicht schnell genug gehen, ihn auszulöschen. Obwohl anders versprochen und im Fusionsvertrag suggeriert, wird der Name Littau komplett verschwinden. Lediglich eine Nennung in Klammer unter Luzern auf der Ortstafel wird an die leidige Gemeinde erinnern. Die Postanschrift hingegen wird ändern, neu heisst es 6015 Luzern und 6014 Luzern. Und was das bedeutet ist klar: alle Littauer Bürgerinnen und Bürger müssen alle ihre neue Postadresse melden - allen Bekannten, Verwandten, Geschäftsfreunden, Versicherungen, usw. usw. Wer das nicht macht riskiert, künftig nicht mehr gefunden zu werden. Wer im Telefonbuch nach Littau suchen wird, wird halt nichts finden. Das GPS lenkt die Freunde in den Ostblock. Und wofür das Ganze? Zur Vereinheitlichung? Falls Sie den Durchblick nicht haben, so wird es laufen: Ortstafel: Luzern (Littau) Name der Post: 6014 Littau oder 6015 Reussbühl Postanschrift: 6014 oder 6015 Luzern Alles klar? Ergänzung vom 25.6.08: Wer dem Gemeinderat übrigens glaubt, dass der neue Ortsname bereits heute funktioniert, soll doch mal ein paar Briefe mit der neuen Adresse verschicken. Ergebnis siehe Anhang...

Um- und Neubau Staffelnhof in Gefahr?

Vor der Fusion war alles klar. Das Alterszentrum Staffelnhof muss renoviert werden, unser Vorzeige-Altersheim ist selbst in die Tage gekommen. So wurde dann ein Wettbewerb veranstaltet und ein Projekt zum Sieger gekürt. Doch durch die Fusion kommt Littau nun in Zeitdruck, denn man will die Sache noch vorher unter Dach und Fach bringen, bevor die Luzerner mitreden können.

Nun ist die Sache aber nicht ganz billig. Die Zimmer sollen nämlich stark vergrössert werden. Um die bestehende Bettenanzahl behalten zu können, wird es nötig sein, einen Neubau zu erstellen. Dies wird das teuerste Projekt, dass die Gemeinde Littau je in Angriff genommen hat. Interessant dabei: Obwohl die fusionierte Stadt dann die Folgen wird tragen müssen, beschliessen die Littauer Stimmbürger alleine über das Grossprojekt. Mit ein wenig Glück wird der Spatenstich noch vor der Fusion erfolgen. Ob Luzern ein solches Vorgehen akzeptieren wird, wird sich zeigen. Und was passieren wird, wenn die Littauer an der Urne Nein zur Sanierung sagen, steht erst recht in den Sternen. Auf jeden Fall würden dann die Stadtluzerner bestimmen, wie es mit dem Alterszentrum Staffelnhof in Littau weiter geht. Aber so wollten wir es ja...

Kaltes Essen für alte Leute

Nach dem das Altersheim an die Stadt verschenkt wurde, zeigt diese ihr wahres Gesicht. Kurzerhand wird an allen Ecken und Enden gespart. So auch bei der Küche, dem Juwel unseres Staffelnhofs. Diese wird nämlich radikal verkleinert. Das Essen für den Mahlzeitendienst, der betagten Leuten das Essen nach Hause bringt, damit diese nicht selbst kochen müssen, wird in Zukunft von der Stadt geliefert.

Heute bringen Freiwillige die Mahlzeiten zu den Bewohnern, jeweils warm und mit ein paar aufmunternden Worten. Gleichzeitig sind diese Freiwilligen oft der einzige tägliche Kontakt zu diesen älteren Menschen. Sie sehen dabei auch gleich, ob alles in Ordung ist oder nicht und können im schlimmsten Fall Hilfe holen (was schon öfter vorgekommen ist). In Zukunft wird der Mahlzeitendienst von der Pro Senectute organisiert und nur noch alle paar Tage vorbei kommen. Dadurch entfällt der tägliche Kontakt endgültig. Die Mahlzeiten werden ausserdem nur noch kalt angeliefert und müssen dann in der Mikrowelle erhitzt werden. So sieht also unsere Zukunft in der fusionierten Stadt aus. Weiteres folgt bald...

Alterszentrum Staffelnhof wird verschenkt

Vor der Fusion wurde uns gross versprochen, dass das Alterszentrum eigenständig bleiben würde. Man wollte es nämlich in eine Stiftung umwandeln, was verschiedene Vorteile gehabt hätte. Zum einen hätte es so die künftige Rechnung der Stadt Luzern nicht belastet, zum anderen hätte die seit Jahren sehr gut funktionierende Struktur des Alterszentrums beibehalten werden können.

Leider kommt jetzt alles anders. Nachdem die Gemeinde Littau die Stiftungslösung in monatelanger Arbeit vorbereitet hat, hat der Stadtrat zusammen mit einem Überläufer des Gemeinderats Littau diese Lösung versenkt. In einer einzigen Sitzung ist man zum Schluss gekommen, dass man das so nicht will, und damit wird das Alterszentrum an die Stadt Luzern verschenkt. Dies hat unter anderem zur Folge, dass die Stadt Luzern das Alterszentrum Staffelnhof in Zukunft mit EINER MILLION FRANKEN pro Jahr subventionieren muss! Diese Million muss dann an einem anderen Ort wieder eingespart werden, damit die vertraglich festgelegten Fusionsgewinne wieder stimmen. Was sich durch diesen Entscheid noch alles verändern wird, wird die nahe Zukunft zeigen.

Ein kritischer Blick auf die Schweizer Politik. Trotz immer stärker werdender SVP rutscht die Politik immer mehr auf die Linke Seite. Gerade in der Stadt Luzern nutzt die Öko-Allianz aus SP, Grünen und GLP ihre knappe Mehrheit aus, um ihre Fundamental-Politik durchzudrücken. 

 

Die SVP ist die einzige bürgerliche Partei der Stadt, die bei den letzten Wahlen noch zulegen konnte. In meinem Blog lesen Sie, welche Auswüchse wir in unserer schönen Stadt bekämpfen müssen. 

 

Grossstadtrat Peter With
Luzern-Reussbühl

 

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