Interessante Wahlunterlagen Teil 2

Nun, nach den Fehlgriffen im ersten Teil, nun der zweite Teil der Wahlwerbungskritik. Fangen wir mal mit einem guten Beispiel an: Die FDP. Eine hübsche Wahlzeitung, interessant zu lesen und anzusehen. Die Kandidaten haben schön Platz und müssen sich trotzdem nicht über 100 Zeilen zu Ihrer Politik äussern. Einziger Wermutstropfen, der allerdings wenig mit der Wahlzeitung zu tun hat: Fast eine 1:1-Kopie der SVP. Der SVP-Slogan (der schon sehr viel früher veröffentlicht wurde) Schweizer wählen SVP wird mit Aus Liebe zur Schweiz kopiert, die CVP versuchts ja mit Keine Schweiz ohne uns. Schön, dass die Euroturbos endlich wieder die Schweiz entdecken. Dann gehen sie natürlich auch mit einer Initiaitve an den Start, auch das kommt bekannt vor. Genauso wie übrigens die CVP, die hat gleich zwei Initiativen am Start. Wenigstens sind diesmal die Initiativen sehr gut, die muss man unbedingt unterstützen (die Initiativen, nicht die Parteien :) ). Alles in allem aber eine gelungene Wahlwerbung, sie könnte glatt von der SVP sein.

Die CVP versteigt sich derweil in Grössenwahn. Sie brüstet sich damit, dass sie einen Grossteil der Volksabstimmungen gewinnt. Kein Wunder, wenn man seine Meinung immer nach dem Wind hängt... Was sie verschweigen: Gerade die Abstimmungen, die beim Volk super ankamen, hat die CVP extrem klar verloren: zum Beispiel die Minarettinitiative oder die Ausschaffungsinitiative. Inhalte hat es wenig, das ist wohl bezeichnend für die Partei. Sieht ein bisschen blass aus, dafür können die Kandidaten ordentlich ihren Senf dazu geben.

Nun zu den Klein- und Kleinstparteien: Die JCVP hat entsprechend dem Budget einen ordentlichen Miniflyer. Was mir sehr gefällt: sie sind die einzigen mit einem QR-Code. Mist, ärgert mich, dass wir den in der SVP-Zeitung vergessen haben. Naja, kopieren wir in vier Jahren halt mal die JCVP. Auch die EVP präsentiert sich ordentlich, kannte ich im Kanton Luzern gar nicht. Aber was die Schweizer Demokraten machen, geht natürlich gar nicht: Wahlwerbung nur mit der Listennummer, aber ohne Kandidaten! Ja schämen die sich denn für ihre Kandidatur? Peinlich, dann sollte man es besser lassen.

Die Second@s haben ebenfalls einen ordentlichen Flyer, allerdings fehlt das als durchschlagender Wahlslogan die Abschaffung des Schweizerkreuz und ein Link (vielleicht als QR-Code) zur neuen Nationalhymne :crazy:. Wie man einen Abstimmungskampf so vereiern kann, unglaublich. Hätten die an ihrer Forderung festgehalten, hätten sie wenigstens bei den Ultralinken noch absahnen können. Aber nach dem Zurückkrebsen? Die könnten von der SVP noch einiges lernen.

Ebenfalls in Ordnung ist der Flyer der JUSO, wäre ihre Politik so solide wie der Flyer, könnte man fast mit ihnen rechnen. Leider haben sie so jämmerliche Leute an der Spitze, dass echte motivierte und vernünftige Kräfte kaum sichtbar werden. Die Jungen Grünen hingegen haben das Prinzip der Flyer und Plakate noch nicht begriffen. Zwar ist das Leiterlispiel lustig und macht Lust mit den Kindern zu spielen. Leider muss ich als Atombefürworter immer wieder die Leiter runter. Aber wie in Gottes Namen soll ein Autofahrer das Plakat beim Vorbeifahren begreifen können? Oder ist das nur für Fussgänger mit ausreichend Zeit? Und guten Augen, denn den Parteinamen findet man auch erst auf den zehnten Blick...

Die BDP macht Werbung als neue Kraft, viel mehr hat sie nicht zu bieten. Nach den Wahlen ist sie dann sicher nicht mehr so neu, vielleicht braucht sie dann ein ordentliches Programm, das sie von den anderen Parteien unterscheidet. Übrigens: Die Kräuterhexe auf der letzten Seite verschreckt eher Kinder als dass sie für mehr Wähler sorgt...

Interessante Wahlunterlagen Teil 1

Diese Woche sind die Wahlunterlagen der verschiedenen Parteien in unserem Briefkasten gelandet. Es ist schon interessant, wie sich die Parteien präsentieren, und welche Werte sie in den Vordergrund stellen. Da ich bei der Ausarbeitung der SVP-Wahlzeitung dabei war, lasse ich die mal aussen vor.

Krass ist aber der SP-Flyer. Die Gleichmacherpartei, die dafür sorgen will, dass alle von Geburt auf die selben Rechte und Möglichkeiten haben, und die gegen irgendwelche Scheren ankämpft, nimmt es bei sich selbst dann nicht mehr so genau. So scheinen in der SP nicht alle dasselbe Recht zu haben, in den Nationalrat gewählt zu werden. Während sich beim Fussvolk 4 Kandidaten eine Seite teilen müssen, darf sich Frau Nationalrätin Birrer-Heimo über eine ganze Seite ausbreiten. Aber nicht nur das: Auch auf der Rückseite und auf Plakaten darf sie neben dem Ständeratskandiaten lächeln, die anderen gehen leer aus. Offenbar ist sie eben etwas gleicher als die anderen.

Als einziger Kandidat aller Parteien kandidiert übrigens SVP-Hasser Suntharalingam (SP) im Flyer nach wie vor für den Kantonsrat. Dass es jetzt um den Nationalrat geht, hat er wohl verschlafen.

Auch die Grünen und die Grünliberalen scheinen bessere und schlechtere Kandidaten gleich zum vornherein aussortieren zu wollen, um allen klar zu machen, wen man denn sicher auf der Liste streichen muss. So werden "Top"-Kandidaten auf der Titelseite präsentiert, die Flops folgen dann irgendwo im kleinen Umfang. Bitter für die 2. Garde.

Peinlich ist auch der Ausrutscher bei "Die Landoffensive.ch". Da lächeln eine zwei sympathische Leute von der Karte her an. Erst nach dem Umdrehen stellt man fest, dass die gar nicht kandidieren. Hat die Landoffensive so hässliche Kandidaten, dass man Models für das Titelfoto bezahlen muss? Und nicht nur das: nicht das kleinste Fitzelchen verrät, dass das in Wirklichkeit eine CVP-Liste ist. Nur wer sich auf die hastig erstellte Website begibt findet das heraus. Ein Etikettenschwindel? Eher nicht, wahrscheinlich schämen sich die Kandidaten nicht nur ihres Aussehens sondern auch ihrer Partei. Möglicherweise zu recht.

Fortsetzung mit den anderen Parteien folgt...

SP-Kantonsratskandidat Pascal Merz verdingt sich als Brandstifter

Mein Kommentar zu einem jämmerlichen Beitrag von Turbo-Leserbriefschreiber und Kantonsratskandidat Pascal Merz auf einer alles anderen als unabhängigen Luzerner Wahlplattform lu-wahlen.ch (dazu später mehr...):

Geschätzter Herr Merz, ich bin schon ein wenig entsetzt, dass Sie die ultralinke Plattform indymedia.org zitieren. Sie schreiben: "Wer mich kennt weiss sehr genau, dass es nicht gelingt, mich einem extremen Lager zuzuordnen." Persönlich kann ich sagen, dass dies ebenfalls auf Anian Liebrand zutrifft. Auch die Inhalte der Links sind jämmerlich. Anian Liebrand hilft Frau Nationalrätin Estermann bei einer Unterschriftensammlung, macht anschliessend ein Gruppenfoto, und sie werfen ihm nun vor, dass er nicht erst eine Gesinnungsprüfung durchgeführt hat? Auch der zweite Link mit Facebook ist äusserst schwach. Wie viele Kontakte ("Friends") in Facebook unterzieht man schon einer genauen Prüfung? Und das regelmässig? Sie selbst haben über 200 "Freunde" auf Facebook. Legen Sie für alle Ihre Hand ins Feuer? Soll ich die auch mal alle auf Linksextremismus überprüfen? Dazu noch sämtliche Fotos, die diese hochgeladen haben?

Das Schlimmste aber zum Schluss: Die Links stammen nicht von Ihnen. Sie wurden Ihnen von Herbert Fischer, Redaktor der Website lu-wahlen.ch zugemailt, unten zur Erinnerung das Mail. Schämen Sie sich nicht, als Brandstifter missbraucht zu werden, um tief unter der Gürtellinie auf einen Kantonsratskandidaten zu schiessen?

Zitat:

Von: Herbert Fischer [Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!]
Gesendet: Mittwoch, 30. März 2011 18:37
Cc: Herbert Fischer; Herbert Fischer
Betreff: Anian Liebrand 

Betreffend Anian Liebrand habe ich diesen Link gefunden, der Sie vielleicht interessieren dürfte:
http://switzerland.indymedia.org/frmix/2009/01/66766.shtml 
Und dazu gleich noch was:
http://www.20min.ch/news/schweiz/story/11623593 

Beste Grüsse
Herbert Fischer

Zitat Ende

Ist die SVP nationalsozialistisch? Sind SVP-Wähler demnach Nazis?

Sowas behauptet das Nachrichtenmagazin auf Tele1. Dies in einem Beitrag zum Wahlsong von Anian Liebrand, der für die SVP für den Kantonsrat Luzern kandidiert. Wer sich den Text genauer anhört, der stellt schnell fest, dass praktisch jedes Wort aus dem Parteiprogramm der SVP und entsprechenden Medienmitteilung der SVP stammt. Die Behauptung, die Texte seien nationalsozialistisch, beleidigen somit nicht nur Anian Liebrand, sondern insbesondere alle SVP-Wähler. Über die Hälfte der Schweizer Bevölkerung hat für die Ausschaffungsinitiative gestimmt, aber wenn Anian Liebrand über "fremde Täter" rappt, die von den Linken beschützt werden, dann ist das gemäss Youtube-Kommentaren plötzlich rassistisch. Ja ist Ausländer-Sein denn eine Rasse? Ärgelich ist vor allem, dass jemand, der sich nicht damit begnügt, die Tonnen von Wahlwerbeflyern noch zu ergänzen, sondern eigene Wege geht, von unserem Luzerner Staatsfernsehsender noch fertig gemacht wird. Und dann heisst es immer, bei den Jungen gäbe es Politikverdrossenheit.  Und wenn dann mal einer tatsächlich frischen Wind bringt, dann beleidigt man ihn und stellt ihn in die Ecke. Dabei musste sogar der Medienprofi im Interview zugeben, dass er so gute Aufmerksamkeit bei den rechten Wählern holt. Allerdings wurde diese Aussage auf ein Minimum zusammengeschnitten, weil man ja nicht noch loben will.

Wenigstens bequemte sich Tele1 nun  zu einer Richtigstellung. Nur behauptet Tele1 nun, dass verschiedene Personen den Nazi-Vorwurf geäussert hätten. Jetzt wissen wir wenigstens, in welchem Umfeld man sich bei Tele1 informiert.

 

 

Verkehrshaus, Naturkundemuseum: Für Naturwissenschaften gibt's kein Geld

Das Stadttheater kostet uns Luzerner 20 Millionen pro Jahr, Luxusausgabe für die Upper-Class. Unterhalt für KKL und Salle Modulable liegt sicher drin, genauso wie ein 2. freiwilliges Kindergartenjahr oder 3 Musikstunden pro Woche. Jeden Tag eine Turnlektion? Kein Problem, der Schulplan bietet Platz. Ebenso für Frühenglisch, Frühfranzösisch und Religion und Ethik. Aber Naturwissenschaften?

Zwar zählt Mathe nach wie vor zu den wichtigsten Fächern, die Schulstunden werden aber immer wieder mal zusammengestrichen. Schon mal waren die Naturwissenschaften in der Stadt Luzern in Gefahr, nämlich als das Naturmuseum geschlossen werden sollte. Sparübungen bei der Kultur für weit Linksaussen liegt nicht drin, aber wen interessiert schon Naturkunde. Man kann dann wieder über Klimawandel, CO2, Atomkraftwerke und Handyantennen wettern, schliesslich hat ja sowieso keiner mehr eine Ahnung, was das alles bedeutet.

Nun ist das Verkehrshaus dran. Diesmal streicht der Bund Subventionen, der Eintritt wird wohl noch teurer werden. Eigentlich sollte jedes Kind einmal im Monat ins Verkehrshaus, dann wüsste man wenigstens ansatzweise, wie ein Telefon, ein PC, eine Rakete oder ein Automotor funktioniert. Dies würde bei einigen das Interesse für Technik wecken, und sie möglicherweise dazu bringen, bei der Ausbildung in Richtung Ingenieur zu gehen, denn diese haben wir dringend nötig. So wird also wieder ein wichtiger Eckpfeiler unserer Schweiz bei Sparübungen geopfert, vor denen sich andere zweifelhafte Kulturprogramme wie Südpol und ähnliches nicht zu fürchten brauchen.

Die CKW senken die Preise - aber nur für brave Stimmbürger!

Den CKW ist ein neuer PR-Gag gelungen. Noch vor einem halben Jahr wollten sie die Strompreise anheben, da im "schwierigen" Marktumfeld, neuen Vorschriften und angesichts der Energieknappheit  keine andere Möglichkeit bleiben würde. Nachdem die Politik gesamtschweizerisch unerwartet heftig auf die Ankündigung reagiert hat, gaben sich die CKW plötzlich als grosszügige Gönner. Sie verzichteten auf die Erhöhung und nehmen deshalb Mindereinnahmen von mehreren Millionen Franken in Kauf.

Trotz dieses "Kraftaktes" ist es heute möglich, dass die CKW den Strompreis senken. Allerdings nicht für alle: Für die stromintensiven Betriebe im Kanton Luzern gibt's nichts, das wäre zu kompliziert, ist die Antwort der CKW. Für KMUs' auch nicht, wenn sie für mehr als ca. Fr. 1'000.-- pro Monat Strom beziehen. Bleiben da noch die Privatkunden. Die profitieren am meisten. Praktischerweise sind das auch die, die dann an der Urne über den CKW-Konzessionsvertrag entscheiden werden...

Übrigens: Die CKW sind und bleiben auch nach der Erhöhung ein teurer Partner. Die genauen Zahlen im Vergleich werden wir auf der IGEL-Website bald nachliefern. Doch immerhin zeigt die PR-Aktion eines: Bei den CKW wird auf hohem Niveau gejammert, Luft ist aber noch genug vorhanden...

Gemeindefusionen in Entlebuch sind vom Tisch

Heute haben die Gemeinden Entlebuch, Flühli, Hasle und Schüpfheim über die Fusion abgestimmt. Das grössenwahnsinnige Projekt, das mehr als die Hälfte der Fläche des Amts Entlebuch zusammenfusionieren sollte, wurde von den Bürgern bachab geschickt. Bei einer sehr hohen Stimmbeteiligung zwischen 70 und 80 % wurde die Fusion in den drei Gemeinden Entlebuch (59.2 % Nein), Flühli (60.7 % Nein) und Hasle (65.7% Nein) klar abgelehnt. Einzig Schüpfheim traute offenbar seiner Führung nichts mehr zu und hoffte mit einer sehr knappen Mehrheit (50.9 %), dass das Heil im Zusammenschluss gefunden werden könnte.

Alles in allem ein sehr klares Ergebnis, dass der Kantonsregierung zu denken geben sollte. Es bleibt zu hoffen, dass die Agglogemeinden ebenso viel Selbstvertrauen an den Tag legen und GrossLuzern endgültig versenken werden.

Regierungsrat Max Pfister versucht seine Haut zu retten

Bereits vor einiger Zeit hat Vital Burger, Rechtsberater unseres Vereins Interessengemeinschaft Glasfaser und Energie Luzern (IGEL, www.igel.lu), herausgefunden, dass gemäss der Jahresrechnung der CKW 2008/2009 bei der Aufstellung der Verwaltungsratsbezüge Regierungsrat Pfister 25'000.-- überwiesen wurden:

Da er an verschiedensten Orten immer betont hat, dass er als Vertretung des Kantons bei den CKW Einsitz genommen hat, machte uns das stutzig. Wurden denn die Honorare nun ihm oder dem Kanton Luzern überwiesen?

Eine kurze Recherche beim Kantonsrat brachte eine erste (leider falsche) Antwort. Am 3. November machte Gudio Müller, Kantonsrat der SVP, in der Anfrage 294 über die Entschädigung von Regierungsratsmitgliedern folgende einfache Frage:

Am 12. Mai 2009 beantwortet der Regierungsrat die Frage mit folgender klarer Aussage:
Eigentlich lässt diese Aussage ja keinen Handlungsspielraum zu. Trotzdem glaubten wir der Aussage des Regierungsrats nicht recht. Wir fragten direkt beim Finanzdepartement und beim Bau-, Umwelt- und Wirtschaftsdepartement nach: "Was geht Sie das an, wem die Gelder überwiesen wurden?", soviel zur Transparenz. Anschliessend fragte Herr Burger noch die CKW. Und siehe da: Die CKW bestätigen, dass die Gelder privat ausbezahlt wurden. Immerhin ist hier die notwendige Transparenz vorhanden.
Als die Medien nachhaken, zeigt sich der Regierungsrat auskunftsfreudiger. Im Juni 2009, also nicht einmal ein Monat nach Beantwortung der obigen Anfrage, hätte der Regierungsrat beschlossen, dass Regierungsrat Pfister nur noch als Privatperson bei den CKW vertreten sei. Da gäbe es einen entsprechenden Regierungsratsbeschluss. Selbstverständlich erhält man auch den nicht, das sei nicht öffentlich. Als Grund gibt man an, dass es aktienrechtlich nicht möglich sei, in einem Verwaltungsrat die Interessen des Kantons zu vertreten. Seltsamerweise stellt sich dieses Problem bei den zwei Axpo-Vertretern im CKW-Verwaltungsrat offenbar nicht, also ob die unabhängig entscheiden würden. Ebenso haben das alle umliegenden Kantone ebenfalls so geregelt, nur Luzern fährt einen Extrazug. Der plötzliche Sinneswandel ist demnach absurd, natürlich gab man Kantonsrat Guido Müller mit voller Absicht eine falsche Antwort.
Die Bestätigung findet sich ebenfalls im Kantonsrat. Dort beantwortete der Regierungsrat die Frage nach den Möglichkeiten der Einflussnahme des Regierungsrats mit: "Durch das Verwaltungsratsmandat von Max Pfister kann der Kanton indirekt Einfluss auf die operativen Geschäfte der CKW nehmen." Er deklariert das Mandat also klar als regierungsrätlichen Auftrag. Zudem ist er ja durch das Aktienrecht im Zweifelsfall dazu gezwungen, die Interessen der CKW wahr zu nehmen, und nicht die des Kantons! Die Frage ist: Wozu wurde er dann von den Stimmbürgern gewählt?
Die erfolglosen Kontaktaufnahmeversuche unseres Vereins haben uns schon länger stutzig gemacht. Jetzt ist klar, weshalb der Kanton Luzern den höchsten Strompreis der Schweiz hat: Weil einer unserer Regierungsräte auf der Lohnliste des Stromlieferanten CKW steht...
Die erste Konsequenz aus der Veröffentlichung dieser Informationen wurde von Regierungsrat Pfister bereits gezogen, nämlich der Rücktritt aus dem Verwaltungsrat der CKW (und gleichzeitig auch der Lumag). Der zweite Schritt muss sein, die fälschlicherweise unterschlagenen 25'000.-- Franken der Staatskasse zu überweisen. Für den dritten Schritt lassen wir ihm noch etwas Zeit zum Nachdenken.
Auf jeden Fall wenigstens eine positive Entwicklung in Richtung tiefere Strompreise und flächendeckendem Glasfasernetz.

Petitionsübergabe zum Erhalt der Sempacher Schlachtfeier

Heute habe ich zusammen mit Urs Meyer (Strategiechef SVP Kanton Luzern), Yvette Estermann (Nationalrätin), Marcel Omlin (Kantonsrat SVP), Hans Hodel (Präsident Aktive Senioren) und Roberto Bracchi (Mitglied Strategiekommission SVP Kanton Luzern) die Petition zum Erhalt der Sempacher Schlachtfeier an Frau Karin Amrein (Leiterin Sekretariat Regierungsrat) übergeben. In knapp vier Wochen haben wir über 500 Unterschriften gesammelt, darunter die gesamte SVP Bundeshausfraktion und sogar Bundesrat Ueli Maurer hat unterschrieben.

Zusätzlich hat Kantonsrat Omlin diese Woche namens der SVP-Fraktion noch ein dringliches Postulat zur Schlachtfeier eingereicht. Dieses wird in der nächsten Woche im Kantonsrat behandelt und hoffentlich von der Mehrheit der Kantonsräte überwiesen. Schliesslich kann es nicht sein, dass der Regierungsrat immer die Flinte ins Korn wirft, wenn Herausforderungen auftreten. Jahrelang machte die Schlachtfeier keine Probleme, bis im letzten Jahr vermummte Linksextreme eine Gegendemo machten, Winkelried verunglimpften und die Feier störten (siehe hier). Und anstatt dass man durchgreift, sagt man einfach den letzten historischen Anlass im Kanton Luzern ab - nach einer Tradition von 624 Jahren! Ob der Regierungsrat sich bewusst ist, dass er mit der Absage einen historischen Entscheid getroffen hat? Denn über 600 Jahre lang hat niemand in der Luzerner Regierung das Gelübde gebrochen, der Schlacht und der Helden zu gedenken.

Emmen - die aufstrebende Weltstadt

Dass der fusionswillige Emmer Gemeinderat seine eigene Gemeinde als Nabel der Welt anschaut, mag ja noch angehen. Weshalb er seine Gemeinde aber dann trotzdem wegfusionieren will, ist eine andere Frage. Wie man sich allerdings in letzter Zeit um Zentrumsaufgaben bemüht, ist schon bedenklich. Dabei helfen auch andere Luzerner Visionisten kräftig mit, jenseits von Realitäten und ohne Rücksicht auf Verluste. Angefangen hat es mit dem Hauptbahnhof, der plötzlich nach Emmenbrücke hätte ausgelagert werden sollen. Emmen fand das toll. Dann sollte die Universität nach Emmen, mitten an den Verkehrsknotenpunkt. Emmen fand auch das toll. Dann wollte man die ganze Kantonsverwaltung mit 2000 Personen nach Emmen zügeln, auch das fand Emmen toll. Und jetzt macht man sich für den Salle modulable stark, der mitten ins schönste Industriequartier gepfropft werden soll. Ein jämmerlicher Standort, aber der Emmer Gemeinderat findet es toll.

Die Littauer waren dumm genug, auf Grund der massiven Verkehrsprobleme am Seetalplatz einen Planungsstopp für verkehrsintensive Unternehmen entlang der Kantonsstrasse im Littauer Boden zu erlassen, und damit jegliche Entwicklung zu vergeben. Dies nachdem Emmen ohne Rücksicht auf Verluste ein weiteres Shopping-Center, das Wohncenter, aus dem Boden gestampft hat. Gegen jedes Projekt auf Littauer Seite haben sie aber grosse Bedenken ausgesprochen, und der kleine Bruder Littau hat nachgegeben. Nun will man, ohne dass die Lösung des Seetalplatzproblems viel weiter ist als die letzten 30 Jahre (trotz Planungskosten in Millionenhöhe), noch mehr hinklotzen.  Dabei gibt es bei Immobilien bekannterweise immer drei Hauptkriterien: Die Lage, die Lage, die Lage. Emmen als Welthauptstadt des Verkehrschaos mit Seetalplatz, Gerliswilstrasse und Seetalstrasse, ginge mit den dutzenden Ampeln glatt als neue Leuchtenstadt durch. Und mit den gewünschten Investitionen von mehreren hundert Millionen Franken will man auch die erste Stadt werden, in der es flächendeckend nur Langsamverkehr gibt. Beste Voraussetzungen für die Schaffung eines künftigen Ghettos.

Ein kritischer Blick auf die Schweizer Politik. Trotz immer stärker werdender SVP rutscht die Politik immer mehr auf die Linke Seite. Gerade in der Stadt Luzern nutzt die Öko-Allianz aus SP, Grünen und GLP ihre knappe Mehrheit aus, um ihre Fundamental-Politik durchzudrücken. 

 

Die SVP ist die einzige bürgerliche Partei der Stadt, die bei den letzten Wahlen noch zulegen konnte. In meinem Blog lesen Sie, welche Auswüchse wir in unserer schönen Stadt bekämpfen müssen. 

 

Grossstadtrat Peter With
Luzern-Reussbühl

 

http://peter.with.ch

peter@with.ch